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Frage der Woche

Warum reifen Äpfel zuhause nach, Zitronen aber nicht?

Grüne Bananen, unreife Äpfel und harte Birnen gewinnen bei der richtigen Lagerung Aroma und werden süßer. Anders ist es bei Zitrusfrüchten und Beeren, sie verderben zuhause nur. Woran liegt das?

© iStock-Schnapps2012

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Obst und Gemüse lässt sich in nachreifend und nicht nachreifend einteilen. Grund für den Prozess ist das Pflanzenhormon Ethylen. Äpfel, Birnen, Bananen, Tomaten und Pfirsiche bilden selbst sehr viel von diesem Stoff und nutzen ihn, um an Reife zu gewinnen. Anders Erdbeeren, Gurken oder Zitrusfrüchte, bei ihnen beschleunigt es nur das Verderben. 

Das Wissen ist bei der Lagerung wichtig, denn nachreifende Sorten, auch klimakterisch genannt, geben das Ethylen an ihre Umgebung ab. Das heißt, wir können es nutzen, um unreifes, nachreifendes Obst damit schneller zur Süße zu verhelfen. Ethylen empfindliches oder bereits reifes Obst sollten wir dagegen getrennt lagern, damit es nicht schneller schimmelt oder schrumpelt.

Diese beliebten Obst- und Gemüsesorten reifen nach: Aprikose, Apfel, Avocado, Banane, Birne, Feige, Kiwi, Mango, Nektarine, Pfirsich, Pflaume und Tomate.

Wie nutzt die Industrie den Prozess?

Die Lebensmittelindustrie macht sich den Reifevorgang schon lange zunutze, indem beispielsweise Bananen grün und hart geerntet und nach dem Transport mit Ethylen begast werden. Um Äpfel länger frisch zu halten, versuchen die Händler alles, um den Pflanzenstoff zu stoppen. Entweder werden sie sehr kühl gelagert, damit weniger Ethylen austritt, der Luft wird Sauerstoff entzogen oder sie werden mit chemischen Substanzen behandelt, die verhindern, dass das Obst auf Ethylen reagiert.
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