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Frage der Woche

Warum bekommen wir graue Haare?

Es erscheint völlig unerwartet und versetzt uns einen schmerzhaften Stich ins Herz: ein graues Haar. Warum bekommen wir eigentlich graue Haare – und sind sie wirklich ein Zeichen des Alters?

Ergrauter Mann schaut in den Spiegel

© iStock-itman

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Verantwortlich für die Grau- oder auch Weißfärbung der Haare ist die erhöhte Konzentration von Wasserstoffperoxid in unserem Körper. Mit dem Alter nimmt die Wasserstoffperoxid-Produktion zu, gleichzeitig verringert sich die Herstellung des Farbpigments Melanin. Unsere natürliche Haarfarbe geht mit der Zeit unweigerlich verloren.

Auf lange Sicht ist das vollständige Ergrauen der Haarpracht unabwendbar, denn das Wasserstoffperoxid legt nicht nur die Melanin-Produktion lahm: Es beeinträchtigt auch weitere Enzyme, die zur Wiederherstellung beschädigter Eiweißbausteine benötigt werden. Damit wird eine Ereigniskette in Gang gesetzt, an deren Ende der Verlust der Pigmente im gesamten Haar steht – und zwar von der Wurzel bis zur Spitze. Wirklich grau sind unsere Haare aber nie: Vielmehr lässt die Mischung farbiger und pigmentloser Haare den optischen Eindruck entstehen, der Schopf sei grau.

Kein Prozess über Nacht

Auch die Sorge, man könne über Nacht ergrauen, kann an dieser Stelle genommen werden. Der Verlust sämtlicher Pigmente ist ein komplexer Prozess, der sich nicht von heute auf morgen vollzieht. Mit der Zeit kann man sich an sein neues Erscheinungsbild gewöhnen. Die meisten Menschen ergrauen übrigens zuerst an den Schläfen, da die Haare hier am schnellsten nachwachsen. In welchem Alter man graue Haare bekommt, hängt von den Genen ab.

Wer empfindliche Haarpigmente hat, wird eher grau, unabhängig vom Geschlecht. Auch unsere Lebensweise wirkt sich auf das Grauwerden unserer Haare aus. Rauchen, Alkoholkonsum, eine ungesunde oder einseitige Ernährung sowie Stress beschleunigen den Prozess des Ergrauens. Schon seit Jahren versuchen Forscher, Medikamente gegen das Grauwerden zu entwickeln – bislang ohne Erfolg. Doch zum Glück kann ja mit künstlicher Haarfarbe Abhilfe geschaffen werden.
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