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Energie sparen

Wärmedämmung – die Hauptwaffe gegen den Klimawandel?

Spätestens wenn Hausbesitzer in der Endabrechnung ihren Wärmeverbrauch schwarz auf weiß sehen, machen sie sich Gedanken darüber, wie sie die Heizkosten dauerhaft senken können. Die Wärmedämmung spielt dabei eine wichtige Rolle. Was müssen Hausbesitzer beachten und lassen sich ältere Häuser nachdämmen?

© iStock-AndreyPopov

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Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, ein Haus zu dämmen. Gebäude, die gerade neu errichtet werden, sind diesbezüglich bereits gut ausgestattet. Altbauten und Bestandsgebäude weisen hingegen zumeist ein enormes Verbesserungspotenzial auf. Die Kosten für die Dämmung im Nachhinein sind zwar sehr hoch, helfen aber langfristig beim Sparen. Aber wo sollten Hausbesitzer mit dem Dämmen beginnen und welche Möglichkeiten gibt es?

  • Dachdämmung: Eine Erneuerung des Daches hat eine große Wirkung: Denn warme Luft steigt nach oben auf und würde durch ein ungedämmtes oder schlecht gedämmtes Dach entweichen. Der Vorteil: Ist es gedämmt, kann man es zusätzlich zum Wohnraum nutzen: als zusätzlichen Speicher, als Trockenraum oder auch als weiteren Aufenthaltsort in Einfamilienhäusern. 

  • Fassadendämmung: Die Fassade eines Hauses kann auf der Außenseite und von innen gedämmt werden. Beide Arten haben Vorteile, doch eignet sich die Innendämmung nur für bestimmte Häuser und nur, wenn die Fassade wirklich dicht ist. Aber Vorsicht: Werden die Wände innen von der Dämmung komplett und auch luftdicht verschlossen, kann sich Schimmel bilden. Die Außendämmung ist daher in der Regel sinnvoller, aber auch hier kann es zu Komplikationen kommen. 

  • Fenster: Oftmals reicht es nicht, einzig das Haus zu dämmen. Alte Fenster müssen ersetzt werden, da sie sonst als Schwachstellen in der Fassade auftreten und die Schimmelgefahr steigt. Zudem kann es sein, dass durch die Fassadendämmung die Tiefe einer Wand zu groß wird – in diesem Fall müssen die Fenster ohnehin ausgetauscht und anders eingesetzt werden, damit noch ausreichend Licht ins Haus dringt. 

Laien können sich grundsätzlich über Dämmmöglichkeiten für ihre Häuser informieren. Doch gerade bei älteren Häusern ist es ratsam, einen Fachmann mit ins Boot zu holen, auch hinsichtlich des Brandschutzes. Nur er kann entscheiden, welche Dämmung sich tatsächlich eignet und welche überhaupt notwendig ist. Zudem hilft der Experte dabei, spätere Schäden zu verhindern, die rasch entstehen, wenn Feuchtigkeit mit im Spiel ist. 

Welche Energieeinsparungen sind möglich?

Es ist natürlich nicht möglich, genau zu sagen, wie viel ein Hausbesitzer durch die Wärmedämmung spart. Zu viele Faktoren kommen ins Spiel: allgemeiner Baubestand, Heizverhalten, Wohnverhalten. Ein altes Haus kann niemals so gut abgedichtet werden, wie ein Neubau. Dennoch kann man damit rechnen, bis zu fünfzig Prozent der Energiekosten einzusparen. 

  • Dachdämmung: Durch eine solide Dachdämmung können Hausbesitzer bis zu 13 Prozent der Energiekosten eines Jahres einsparen. 

  • Fassadendämmung: Bis zu zwanzig Prozent Einsparungen sind hier möglich. 

  • Fenster: Wer neue Fenster einbaut und die Dichtigkeit erhöht, spart noch einmal bis zu sieben Prozent. 

Bei einem Haus mit Untergeschoss ist es zudem möglich, die Kellerdecke zu dämmen. Bis zu fünf Prozent Einsparungspotenzial ergibt sich hier. Was wirklich möglich ist, kann nur ein Fachmann abschätzen. Zudem es bei älteren Häusern wirtschaftlich sein muss. Nicht immer ist es sinnvoll, das gesamte Haus zu modernisieren. 

© iStock-photovs

Was ist zusätzlich zu beachten?

Hausbesitzer sollten genau prüfen, welche Dämmmaterialien sie verwenden. Gerade aus ökologischer Sicht eignen sich nicht alle Materialien, da auch sie der Umwelt schaden. Wer möglichst umweltfreundlich dämmen möchte, kann zwischen verschiedenen alternativen Dämmstoffen wählen. 
 
Bei älteren Häusern ist der Fokus auf die Alternativen insgesamt zu empfehlen, da viele ökologische Materialien positiv auf das Raumklima einwirken. Denn sie sind in der Lage, Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben. Generell sollte man die unterschiedlichen Eigenschaften der Materialien miteinander vergleichen. 


  • Feuerfestigkeit: Nicht erst seit dem Hochhausbrand in London sind einige Dämmstoffe in Verruf geraten. Gerade bei Styropordämmungen ist die Feuergefahr auszuschließen. Mitunter sind hier auch weitere Maßnahmen notwendig, so dürfen beispielsweise Mülltonnen nicht in einer bestimmten Entfernung zum Haus stehen. Bei höheren Gebäuden müssen zwischen den Stockwerken Zonen eingefügt werden, damit ein eventuelles Feuer nicht hochwandern kann.

  • Ökologisch: Wer sich mit umweltfreundlichen Dämmstoffen beschäftigt, sollte gezielt darauf achten, dass sie die Atmungsfähigkeit des Hauses erhalten oder gar verbessern. 

Jeder Hausbesitzer muss beachten, dass die Wärmedämmung immer ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren ist. Gleichzeitig ist es notwendig, das eigene Wohn- und Lüftungsverhalten nach dem Dämmen zu ändern. Gerade bei neuen Fenstern sollten Bewohner mehrmals täglich stoßlüften, da kein Luftaustausch durch die dichten Fenster erfolgt. Wer vermietet, muss die Mieter darauf hinweisen, richtig zu lüften, um Schimmel zu verhindern. In Eigenleistung sollten Dämmstoffe nur verlegt werden, wenn der Besitzer Ahnung von der Materie hat. Baut er selbst nämlich Wärmebrücken ein, steigt die Schimmelgefahr erneut. 

Fazit: Die Dämmung muss überlegt sein

Jedes Haus ist anders und setzt dementsprechend auch andere Dämmungen voraus. Daher sollten Hausbesitzer immer eine Fachfirma mit ins Boot holen und sich vorab beraten lassen, welche Wärmedämmung überhaupt sinnvoll ist und welche Arbeiten sonst noch erledigt werden müssen. Dies ist nicht nur aus Umweltschutzgründen notwendig, sondern auch, um das Haus möglichst lange zu erhalten und nicht mehr Schäden anzurichten. Wer diese Aspekte beherzigt, kann letztlich dem Umweltschutz dienen und zudem auch noch Geld sparen. 
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