Lebensmittel

Vitaminbomben: So halten Südfrüchte länger

In der Erkältungszeit greifen viele zu vitaminreichen Südfrüchten wie Orangen, Mangos, Bananen und Zitronen. Diese werden im Spätherbst und Winter verstärkt im Handel angeboten. Hier gibt es Tipps zu Kauf, Lagerung und Verwertung der Früchte.

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Beim Kauf von Südfrüchten sollte man den optimalen Reifegrad auswählen. Hier hilft es, zu wissen, welche Südfrüchte nach dem Pflücken nachreifen und welche dies nicht tun. Banane, Papaya, Kiwi, Feige und Mango kann man beispielsweise noch im grünen Zustand kaufen, da sie ohnehin nachreifen. Bei Ananas und Zitrusfrüchten ist dies nicht der Fall – sie bleiben sauer, wenn sie unreif geerntet werden. 

Reife erkennen

Bei Ananas deuten braune Spitzen auf den Schuppen der Schale und ein angenehmer Duft am Stielansatz hin, dass man sie sofort essen kann. Ein weiteres Zeichen ist, dass sie auf Druck leicht nachgeben. Reife Clementinen haben eine feste, glänzende Schale, die Farbe ist jedoch nicht ausschlaggebend. Um orange zu werden, brauchen Clementinen nachts Kälte – ist es zu mild, bleibt die Schale grünlich. Clementinen sollte man relativ schnell verzehren, denn wenn sie länger liegen, kann die Haut ledrig werden und es bildet sich Luft zwischen Schale und Frucht. Das Obst kann dann austrocknen. Reife Orangen riechen angenehm und sind etwas weicher – auch hier ist die Farbe kein Zeichen für Reife. 

Was tun, wenn man unreife Früchte gekauft hat, die nicht nachreifen? In den Müll müssen sie nicht landen, denn sie lassen sich gut zu Marmelade oder im Kuchen verarbeiten. Dann bekommen die Süßspeisen einen süß-sauren Kick. 

Südfrüchte richtig lagern

Viele Exoten sehen mit ihrer dicken Schale robust aus. Doch der Schein trügt: Sie sind druckempfindlich und sollten nicht übereinander gelagert werden. Druckstellen bei Orangen sollten unbedingt vermieden werden, denn sie schimmeln dann schneller. Auch Kälte vertragen Südfrüchte schlecht: Zitronen verlieren an Duft, Bananen werden braun und verlieren an Geschmack. Daher gilt die Faustregel: Exoten gehören nicht in den Kühlschrank. Ausnahmen sind Feigen, reife Kiwis und angeschnittene Früchte. Sie gehören ins Gemüsefach des Kühlschranks. Richtig gelagert halten Südfrüchte einige Tage. Bananen halten bis zu einer Woche und am besten, wenn sie aufgehängt werden. 

Obst getrennt lagern

Einige Früchte können Obst und Gemüse in ihrer Umgebung schneller altern lassen, sodass es früher verdirbt. Dafür sorgt das Reifegas Ethylen. Am längsten halten Früchte, wenn alle Sorten getrennt voneinander gelagert werden. Wenn das nicht geht, sollten zumindest starke Ethylenproduzenten wie Äpfel, Pflaumen, Tomaten und Aprikosen separat gelagert werden. Sehr reife Früchte sollte man ebenfalls getrennt von anderen Früchten aufbewahren und möglichst rasch essen oder verarbeiten. 

Wer merkt, dass er die Früchte nicht essen kann, bevor sie vergammeln, kann sie auch bei Bedarf einfrieren.Orangen, Mangos und Bananen halten bei Bedarf auch tiefgekühlt. Bei Zitrusfrüchten kann man einfach den Saft einfrieren oder konservieren. Ein kleiner Tipp: Früchte, die einen hohen Wasseranteil haben und sich nicht auspressen lassen, sollte man vor dem Einfrieren pürieren. Dann werden sie nicht matschig.

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