WERBUNG / ADVERTISMENT
Lebensmittelindustrie

Verdächtiger der Terrorzelle: Salatgurke

Unser Essen enthält gezielte Falschinformationen. Einige Zutaten sind sogar in geheimer Mission in unserem Körper unterwegs. Ihr Ziel: unsere Sinne umzuprogrammieren, um Produkte besser zu verkaufen. Welt der Wunder entlarvt den Auftrag verdächtiger Zusatzstoffe. Heute: Dieldrin im Verhör.

© iStock-sommail

WERBUNG / ADVERTISMENT
Sie gehören zum Dreckigen Dutzend!
Ja. Ich bin einer der zwölf Giftstoffe, die 2001 durch die Stockholmer Konvention verboten wurden. Das gilt für meine Anwendung, den Verkauf und die Herstellung.
 
Wir dachten, Sie seien schon vor 40 Jahren in Deutschland aus dem Verkehr gezogen worden!
Stimmt. Ich darf hier schon lange nicht mehr arbeiten.
 
Warum?
Ich verändere das Erbgut, bin möglicherweise krebserregend und kann sogar Embryos im Mutterleib schädigen.
 
Was machen Sie dann in einer Salatgurke aus dem Jahr 2016?
Ich bin ein Schläfer. Ich lebe im Untergrund. Niemand kann mich stoppen. 
Wer gewährt Ihnen Unterschlupf?
Beinahe jeder Acker in ganz Deutschland. Und ich werde noch nachweisbar sein, wenn Sie schon lange tot sind.
 
Und wie gelangen Sie in die Gurke?
Durch Bioakkumulation. Ich reichere mich unauffällig in Gewebe an. Dadurch gelange ich praktisch in jeden Nahrungskreislauf.
 
Wir werden dem jetzt ein Ende setzen.
Das werden Sie nicht schaffen. Ich bin wie ein Geist. Kein Gefängnis, keine Mauer werden mich aufhalten.

Lebensmittel-Protokoll

Seit der Ratifizerung der Stockholmer Konvention durch Frankreich 2004 gilt das Verbot weltweit. Zusammen mit Dieldrin wurden elf organische Giftstoffe als besonders gefährlich eingestuft. Dazu gehören insgesamt acht Insektizide, ein Fungizid, zwei Nebenprodukte von Verbrennungen und eine Industriechemikalie.
 
Kann auch Dieldrin enthalten: Getreide, Gemüse, Obst
WERBUNG / ADVERTISMENT

Das könnte Sie auch interessieren

WERBUNG / ADVERTISMENT
WERBUNG / ADVERTISMENT
WERBUNG / ADVERTISMENT
WERBUNG / ADVERTISMENT