Familienplanung

Tipps für die Schwangerschaft

Endlich schwanger - und dann? Viele junge Eltern sind gerade beim ersten Baby überfordert und unsicher. Was darf ich essen? Wie viel Sport darf ich treiben? Und: Was schadet meinem Baby am meisten? Welt der Wunder gibt wichtige Tipps zur Vorbereitung auf die Geburt.

Pärchen mit Schwangerschaftstest

© iStock/Wavebreakmedia

Das große Abenteuer beginnt mit einem positiven Schwangerschaftstest und hält danach ein Leben lang. Allerdings stellen die neuen Umstände den Alltag einer Frau völlig auf den Kopf. Jede werdende Mutter hat in dieser Zeit mit Unsicherheiten zu kämpfen. Das Heranwachsen des Kindes scheint unkontrollierbar und der eigene Körper macht neun Monate lang was er will.

Ernährung in der Schwangerschaft

In den ersten drei Monaten stellt sich der Körper auf den kleinen Mitbewohner ein. Das kann zu körperlichem Unwohlsein oder Abneigungen gegenüber bestimmten Gerüchen führen. Aber auch Heißhunger auf bestimmte Speisen stehen auf der Tagesordnung. Dabei sollte die werdende Mutter jedoch vor allem blähende Lebensmittel wie Kohl und Hülsenfrüchte meiden – zumindest solange, bis der Körper wieder im Gleichgewicht ist.

Zucker und Koffein sollte sie soweit es geht ebenfalls reduzieren, weil beide Stoffe in den Blutkreislauf des Kindes gelangen. So bewirkt beispielsweise Koffein, dass die Herzfrequenz des Babys steigt und das kann bei dauerhaftem Konsum zu Unregelmäßigkeiten in der Entwicklung des Kindes führen. Kaffee und zuckerhaltige Getränke können ab und an in Maßen getrunken werden. Experten empfehlen eine Tasse bzw. ein Glas am Tag.

Suchtmittelfreie Zeit

Nikotin ist für jedes Baby Gift. Raucherinnen sollten sich aus diesem Grund sofort gegen die Zigarette entscheiden und sich hier bei Bedarf auch professionelle Hilfe holen. Nichtraucherprogramme, Nikotinpflaster oder therapeutische Hypnose helfen in diesen Fällen, dem zwanghaften Griff zur Zigarette zu entkommen und das Leben des Ungeborenen zu schützen.

Ebenso wie Nikotin ist Alkohol in der Schwangerschaft tabu. Grundsätzlich muss sich eine werdende Mutter im Klaren sein: Es geht nicht mehr nur um die eigene Person – man übernimmt die Verantwortung für ein weiteres Menschenleben, was zu Achtsamkeit und Fürsorge verpflichtet. Denn das Baby kann sich nicht wehren und der kindliche Organismus ist nicht in der Lage, die gefährlichen Substanzen zu bekämpfen und abzubauen. Jeder Schluck Alkohol durch die Mutter birgt die Gefahr einer körperlichen oder geistigen Fehlentwicklung und ist daher ein absolutes No-Go.

In der Ruhe liegt die Kraft

Zusätzlich wirkt auch die Umgebung auf den kindlichen Organismus. Wer sich ständig Lärm und Hektik aussetzt, gefährdet damit ebenfalls die natürliche Entwicklung des Kindes. Das Baby wächst nicht schallisoliert heran, sondern nimmt zusätzlich zu den äußeren Geräuschquellen auch jede Gefühlsregung der Mutter wahr. Bei lauten Geräusche oder Emotionen stößt der Körper Hormone aus, die nicht nur den Blutkreislauf der werdenden Mutter überschwemmen, sondern auch den des Babys.

Diskotheken, Livekonzerte oder Kinovorführungen finden in Lautstärkebereichen statt, die schon für die Ohren von Erwachsenen grenzwertig sind. Abgesehen von der Lärmbelästigung für das Hörvermögen, wird das Baby auch in seinen Ruhe- und Wachphasen gestört. Vermehrter Adrenalinausstoß im Blut der Mutter führt zum Aufputschen, wodurch das Kind nicht zur Ruhe kommen kann. Diese Freizeitaktivitäten sollten dem Baby zuliebe auf die Zeit nach der Geburt verlegt werden.

Sanft tut gut

Dagegen können sportliche Aktivitäten in Maßen regelmäßiger Bestandteil der Freizeit sein. Sportarten, die den Körper sehr stark bewegen oder große Kraftanstrengungen erfordern, sollten dabei ausgelassen werden. Reiten, Klettern, Leistungssport jeder Art, Langstreckenlauf, Skifahren, Tennis, Badminton oder Volleyball kommen während der Schwangerschaft nicht in Frage.

Gymnastik, Dehnungsübungen, Yoga und alle sportlichen Betätigungen, die die Frau in Ruhe durchführen kann, eignen sich perfekt für diese Lebensphase. Schwimmen wird jeder Schwangeren empfohlen, da sich der Körper durch den Auftrieb des Wassers vom Gewicht des Babybauches erholt.

Und die Männer?

Die Herren der Schöpfung sind an der Schwangerschaft nur indirekt beteiligt, trotzdem braucht es ihre Fürsorge und moralischen Beistand. Geschlechtsverkehr ist bis zur Geburt für jedes Paar möglich, sofern dieser mit größerer Vorsicht als bisher vollzogen wird. In Vorbereitung auf die Geburt sollte der Dammbereich der Frau regelmäßig gedehnt werden, um das Gewebe auf den Geburtsvorgang vorzubereiten, was in das Liebesspiel einbezogen werden kann.

Frauen erleben Sex in der Schwangerschaft anders als vorher und sind von Natur aus auf ein sanftes Vergnügen orientiert. Einigen Männern behagt die Vorstellung nicht, dem Ungeborenen auf diese Weise nahe zu sein und so drücken manche Paare in diesem Fall ihre Sexualität auch als Liebkosen und Kuscheln aus, wodurch das Baby einen intensiven Kontakt zum Vater erhält.

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