Finanzen

Teurer Tod: So hoch sind die Kosten für eine Bestattung

Die wenigstens möchten sich damit beschäftigen: dem Tod. Doch gerade hier ist rechtzeitige Vorbereitung und finanzielle Absicherung sehr wichtig. Wie kann man vor seinem Ableben vorsorgen und mit welcher finanziellen Belastung müssen Angehörige rechnen?

© iStock-Montypeter

Ein alter Spruch besagt: Ich bin so arm, dass ich mir nicht mal den Tod leisten kann. Dieser Satz hat einen ernsten Hintergrund: Tatsächlich geht der Tod mit hohen Kosten einher. Die Hinterbliebenen müssen mit mehreren Tausend Euro rechnen. Wer seine Angehörigen nicht damit belasten will, sollte Vorsorge betreiben.

Welche Kosten auf Hinterbliebene zukommen

Bei einem Todesfall müssen die Hinterbliebenen mehrere Rechnungen stemmen. Es fallen vor allem Gebühren für die Vorbereitung und die Bestattung selbst an, aber auch die Grabstätte kostet Geld. Der Betreiber des Friedhofs verlangt eine Gebühr und Angehörige bezahlen die Gestaltung des Grabs. Ein Grabstein etwa kann einen vierstelligen Betrag kosten. Der Sarg, die Urne, die Todesanzeige in der Lokalzeitung, Kosten für einen Redner und die Bewirtungskosten für die Trauergemeinde sind ebenfalls zu berücksichtigen. Die Rechnung des Bestattungsunternehmens setzt sich aus einigen Bestandteilen zusammen: zum Beispiel Überführung des Toten, Sarg und Ankleiden. Sie kann aber auch Zusatzleistungen wie das Aufgeben der Todesanzeige umfassen. Hierin besteht Einsparpotenzial: Wer die Todesannonce eigenständig entwirft und in Auftrag gibt, spart Geld.

Preise hängen von Wohnort und Art der Bestattung ab

Eine Beerdigung kann 4.000 Euro kosten, aber auch 15.000 Euro. Dieser Unterschied lässt sich mit dem Wohnort und mit der Art der Bestattung erklären. Hinsichtlich des Wohnorts zeigen sich erhebliche Differenzen bei den Friedhofsgebühren. Die Ausgaben für ein ähnliches Grab können 1.000 Euro mehr oder weniger betragen. Auf diesen Posten haben Hinterbliebene kaum Einfluss, außer sie entscheiden sich für einen anderen Ort. Die Kosten für die diversen Formen der Beisetzung sind unterschiedlich: Ein Grab für eine Beerdigung kostet wesentlich mehr als eine Urnenbestattung oder eine Bestattung auf einer Friedhofswiese. 

Zusätzlich kommt es auf die konkreten Einzelleistungen an. Bei Särgen gibt es enorme Kostenunterschiede. Es fragt sich auch, wie Hinterbliebene die Trauerfeier gestalten. Laden sie viele Personen in ein kostspieliges Restaurant ein oder belassen sie es beim Kaffeetrinken im engsten Kreis? Diese Fragen sollten sich Angehörige zuvor stellen, um keine bösen finanziellen Überraschungen zu erleben. Noch besser: Menschen betreiben für sich selbst eine Bestattungsvorsorge. Zum einen legen sie exakt fest, auf welche Weise sie bestattet werden wollen. Zum anderen sorgen sie finanziell mit einem sogenannten Sterbegeld vor.

Sterbegeldversicherungen: Absicherung für den Todesfall

Viele Menschen wollen verhindern, dass ihr Tod eine finanzielle Belastung für die Hinterbliebenen darstellt. Das können sie mit einer Sterbegeldversicherung gezielt meiden. Sie fungieren als eine Art kleine Lebensversicherung: Im Todesfall erhalten Angehörige zwischen 3.000 und 20.000 Euro. Mit diesem Geld können sie die Bestattung finanzieren. Der Vorteil: Der Betrag ist nicht zweckgebunden, die Empfänger können frei über ihn verfügen. Wichtig beim Versicherungsabschluss ist, dass der Posten tatsächlich ausreicht. Der Mindestbetrag liegt bei den meisten Versicherern bei etwa 3.000 Euro: Dabei handelt es sich jedoch um eine Summe, die meist nur einen Teil der Kosten deckt. Wer eine solche Versicherung abschließen will, sollte besser eine höhere Summe vereinbaren. Zudem existieren zwischen den Anbietern Unterschiede beim Preis-Leistungs-Verhältnis.  Ein Vergleich ist deswegen sinnvoll.

Alternativen zu Sterbegeldpolicen

Die finanzielle Absicherung lässt sich auch anders realisieren: Wer genügend Geld vererbt, befreit seine Erben ebenfalls von den Kosten einer Bestattung. Jeder sollte aber finanzielle Unwägbarkeiten bedenken. Bei einer Pflegebedürftigkeit kann sich ein vorhandenes Vermögen rasch reduzieren, sodass am Ende nur noch ein kleines Erbe übrig bleibt. Der Vorteil einer Sterbegeldversicherung besteht darin, dass die Todesfallleistung sicher ist. Eine Variante ist eine Risikolebensversicherung. Diese schützt ausschließlich in jüngeren Jahren bis etwa zum Renteneintrittsalter, während eine Sterbegeldpolice bis zum Tod gilt.

Das könnte Sie auch interessieren