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Religiöse Feiertage

So wird das jüdische Fest Chanukka gefeiert

Während wir Deutschen Weihnachten zelebrieren, feiert die jüdische Gemeinde das Lichterfest – in diesem Jahr vom 2. bis zum 10. Dezember. Doch wie ist es entstanden? Und welche Bräuche gehören zu Chanukka?

Menorah Chanukka

© iStock/blueenayim

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Das jüdische Chanukka wird oft in einem Atemzug mit Weihnachten genannt – dabei haben die beiden Feste, abgesehen davon, dass sie etwa zur selben Zeit stattfinden, einen ganz unterschiedlichen Hintergrund. Während Christen die Geburt Jesu feiern, bedeutet Chanukka „Neueinweihung“ oder „Wiedereröffnung“.

Zu Chanukka gedenken Juden der Befreiung Jerusalems von der Herrschaft der griechischen Eroberer und die Wiedereinweihung des dortigen Tempels im jüdischen Jahr 3597, 164 vor Christus. Damals, so die Überlieferung hatten die Besatzer den Tempel entweiht; nur eine verschwindend geringe Menge des geweihten Öls hatte die Besatzung überdauert. Mit diesem Rest wurde der siebenarmige Leuchter, die Menora, am Leben erhalten – denn das Licht im Tempel durfte niemals erlöschen. Trotz der winzigen Vorräte an Brennstoff, die normalerweise nur noch für einen Tag gereicht hätten, brannte das Licht wie durch ein Wunder acht Tage lang. Diese Zeit reichte, um neues reines Öl herzustellen.
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Acht Tage fröhliche Stimmung

Auf diese Überlieferung gehen der acht- bzw neunarmige Chanukka-Leuchter und die achttägige Dauer des Festes zurück. Chanukka beginnt immer am 25. Tag des jüdischen Monats Kislew (im November bzw. Dezember). Die Berechnung folgt dem Mondkalender, so dass der Beginn nach dem christlichen Kalender jedes Jahr auf einen anderen Tag fällt. Chanukka ist ein häusliches Familienfest, und wird ähnlich wie Weihnachten gefeiert – darin wiederum gleichen sich die beiden Feste. An den Abenden versammelt sich die ganze Familie, oft zusammen mit Freunden und Verwandten, und feiert fröhlich. Der Tisch ist dann reichlich mit Leckereien gedeckt. Besonders in Öl Gebackenes wie Sufganiyyots (Krapfen) oder Latkes (Kartoffelpuffer) sind sehr beliebt, denn es soll an das Wunder des brennenden Öls im Tempel erinnern.

Besonders unter den Kindern herrscht während Chanukka eine heitere Stimmung. Denn sie bekommen an jedem dieser acht Tage Geschenke. Das Verteilen von Geschenken hat seinen Ursprung in einem alten Brauch, der jiddisch „Chanukkageld“ genannt wurde und sich mancherorts bis heute gehalten hat. Zum Fest wünscht man sich dann in Deutschland ein „Frohes Chanukka!“.

Der Leuchter kündet vom Öl-Wunder

Wenn die Sonne untergeht, entzündet die Familie den Chanukka-Leuchter. Der Standleuchter trägt acht bzw. neun Kerzen, von denen an jedem Abend eine Kerze mehr angezündet wird, bis am achten Tag alle brennen. Gut sichtbar steht der Chanukka-Leuchter auf der Fensterbank, damit alle Welt vom Wunder mit dem Öl erfährt. 
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