WERBUNG / ADVERTISMENT
Heißluftballon

Schwerelos über den Wolken: So wird die Ballonfahrt unvergesslich

Zur Sommerzeit sieht man sie besonders oft am Himmel: Heißluftballone. Dabei begeistern die bunten Kolosse nicht nur die Kleinsten. Viele Menschen träumen davon, einmal bei einer Ballonfahrt dabei zu sein.

© iStock-littlestocker

WERBUNG / ADVERTISMENT
Einmal lautlos über den eigenen Wohnort schweben oder die Landschaft aus der Vogelperspektive betrachten – Ballonfahrten bescheren ihren Mitfahrern einen 360-Grad Rundumblick auf alles, was unter ihnen liegt und sorgen so für einen unvergesslichen Ausflug in luftige Höhen. Anders als bei anderen Fortbewegungsmitteln, bestimmt hier einzig der Weg das Ziel. Nur vom Wind getrieben geht es auf eine unbekannte Reise und auf zu einem ungewissen Ziel – und genau das macht den Charme einer Ballonfahrt aus. 

Mehr als heiße Luft

Um mit einem Ballon den Himmel sicher erkunden zu können, müssen alle Beteiligten besondere Vorkehrungen treffen. Schon für den Start braucht man ausreichend freien Platz: Denn hier wird die riesige Hülle vollständig ausgebreitet und anschließend mithilfe eines Gasbrenners und einem großen Ventilator mit warmer Luft gefüllt. Wenn die Hülle des Heißluftballons prall gefüllt ist, werden die Halteleinen gelöst und der Ballon startet auf in sein sicheres Abenteuer. 
 
Das Wetter beim Ballonfahren ist das A und O. Vor dem Start und während der Fahrt überprüft ein erfahrener Pilot genauestens das Wetter. Entscheidend sind hierbei sowohl die Windgeschwindigkeiten am Boden als auch in der Luft, der Bedeckungsgrad, die Temperatur und gegebenenfalls Änderungen des Wetters. Regen und Schnee sind ausgeschlossen, denn ein Niederschlag geht zu Lasten der Hülle und kann die Sicherheit stark beeinträchtigen. Die Ballonhülle ist aus spezieller Seide und so konzipiert, dass sie die warme Luft lange in sich behält. Regen würde diese Dichtigkeit verringern und so zu einer schnellen Landung zwingen. Bei Gewitter oder einer Gewitterwarnung wird daher nicht selten ein Start ganz abgesagt oder verschoben.

Vom Winde verweht

Beim Wind und den Windgeschwindigkeiten achtet der Pilot darauf, dass ein geringer Bodenwind herrscht, damit ein sicherer Start und eine weiche Landung gewährleistet werden können. Da der Ballon nur wenige hundert Kilogramm Eigengewicht hat, aber die Hülle dem Segel eines Segelschiffes gleicht, gilt: Winde am Boden bis acht Knoten, also 16 Kilometer pro Stunde, sind die Obergrenze für einen Start mit dem Ballon. In der Luft hingegen freut man sich natürlich über etwas mehr Wind. 
 
Doch was passiert, wenn sich der Bodenwind während der Fahrt verstärkt? Auch dann hat der Pilot ein paar Tricks, die eine sanfte Landung ermöglichen. Er streift dann zum Beispiel die Ähren des Weizenfeldes kurz vor der Landung oder landet direkt hinter einer Waldlichtung um so weniger Wind am Boden zu haben.
 
Am Tag des Ballonfahrens sollte keine oder nur sehr geringe Thermik bestehen: Diese entsteht durch Druckunterschiede innerhalb der Luft und wird vor allem durch starke Sonneneinstrahlung hervorgerufen oder begünstigt. Erwärmt sich beispielsweise die Luft über einem Getreidefeld schneller und stärker als die Luft über einem kälteren Wald, kann Folgendes passieren. Fährt der Ballon von der warmen Luft über dem Weizenfeld in die kältere Luft über dem Wald, kann er in den Bäumen versinken. Deshalb sollten Piloten Fahrten bei Thermik eher meiden.
 
Ballonfahrten starten in den heißen Sommermonaten daher in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden, da hier die Gefahr der Thermik am geringsten ist. Ganz nebenbei erhalten die Gäste so auch noch einen tollen Ausblick auf den Sonnenauf- oder -untergang, was das Erlebnis einer Ballonfahrt noch einmal schöner werden lässt. Bei der Temperatur gilt: je kälter desto besser. Denn warme Luft steigt auf – wenn es also kälter ist, kann der Ballon deutlich länger in der Luft bleiben und die Passagiere so eine deutlich längere Ausflugsfahrt genießen.

Gemeinschaftlicher Start

Stimmt das Wetter und ist der Startplatz gefunden, dann heißt es für alle Beteiligten: gemeinsam den Ballon aufzurüsten. Das bedeutet zuerst die große Hülle aus Ballonseide auszubreiten. Anschließend wird der Gasbrenner am Weidenkorb installiert und der Ventilator aufgebaut. Wenn der Ballon für die Fahrt vorbereitet und prall gefüllt ist, geht es los. Dann heißt es für die Mitfahrer, in den Weidenkorb zu klettern und den jeweiligen Platz einzunehmen. Wenn die Halteleinen gelöst wurden, gibt es kein Halten mehr und der Ballon hebt sich langsam vom Boden ab. 
 
In einer Flughöhe von durchschnittlich dreihundert Metern Höhe geht es für die Fahrgäste bis zu dreißig Kilometer über die Landschaft. Jetzt startet der pure Genuss, denn in dreihundert Metern Höhe ist der Lärm der Autos und Umwelt gedämpft, aber die Sicht ausreichend bis zum Boden. Zum Lenken nutzt der Ballonpilot unterschiedliche Luftschichten. Daher kann es zwischenzeitlich sein, dass er höher steigen muss. Bei Alpenüberquerungen werden Höhen bis sechs Kilometer erreicht – der Weltrekord liegt sogar doppelt so hoch: bei zwölf Kilometern.
 
Da Heißluftballone sich vom Wind treiben lassen, ist es so gut wie windstill im Weidenkorb und es ist auch trotz der Höhe nicht viel kälter als am Boden. Daher benötigen Fahrtgäste keine besondere Kleidung: Zu empfehlen ist festes und bequemes Schuhwerk, da die Reisenden während der gesamten Fahrtzeit stehen müssen – und das meist zwischen sechzig und neunzig Minuten. Auch für die Landung ist ein sicherer Stand nötig. Ebenso sollten die Passagiere im besten Fall eine lange Hose tragen, da bei einer Landung in einem Feld oder auf einer Wiese Brennnesseln oder anderes stechendes Gestrüpp stehen können.
 
Zusammengefasst lässt sich also sagen: Herrschen Windgeschwindigkeiten unter 16 Kilometer pro Stunde, gute Fernsicht und besteht zudem kein Regen- bzw. Gewitterrisiko und eine geringe Thermik, steht einer sicheren und sicherlich unvergesslichen Ballonfahrt nichts im Wege.
WERBUNG / ADVERTISMENT

Das könnte Sie auch interessieren

WERBUNG / ADVERTISMENT
WERBUNG / ADVERTISMENT
WERBUNG / ADVERTISMENT
WERBUNG / ADVERTISMENT