Lebensmittelindustrie

Schützt viel Obst den Körper?

Möglichst fünfmal am Tag Obst essen – das predigen Ärzte seit Jahrzehnten. Dabei könnte das in Wahrheit sogar krank machen …

Kette aus Obst um den Hals

© iStock/Anetlanda

Es gehört zu den Regeln, die jeder schon von Kindesbeinen an lernt: viel Obst essen, am besten sogar mehrmals täglich. Und gerade Menschen mit einer empfindlichen Verdauung richten sich nach diesem Hinweis, um ihren Körper möglichst wenig zu belasten – doch genau das könnte neuen  Untersuchungen zufolge sogar schädlich sein.

Zum einen ist überraschenderweise die positive Wirkung von Obst auf den Organismus trotz zahlloser Versuchsreihen wissenschaftlich bis heute nicht belegt. Zum anderen versteckt sich in vielen Obst- und Gemüsesorten auch ein Stoff, dessen Schadpotenzial Forscher gerade erst entdecken. Die Rede ist von Sorbit, einem Zuckeralkohol. Es ist nur halb so süß wie Haushaltszucker und enthält auch nur halb so viel Energie. Bei seiner Verdauung wird im Gegensatz zum Zucker kein Insulin frei, der Prozess dauert aber wesentlich länger – das kann den Darm regelrecht quälen. Schon fünf Gramm Sorbit (entspricht der Menge in einer Tüte Trockenfrüchte) können Beschwerden auslösen, mehr als 20 Gramm sogar Durchfall – eine Nahrungsintoleranz, die jeden von uns betrifft.

Wo versteckt sich Sorbit?

Der Zuckeralkohol Sorbit findet sich vor allem in Trockenobst, besonders in Aprikosen und Rosinen, auch in Pfirsichen, Äpfeln, Trauben, Tomaten oder Granatäpfeln. Sorbit wird außerdem als Feuchthaltemittel Senf, Soßen oder Sojakäse beigemengt. Frei von Sorbit sind dagegen z.B. Kaffee, Tee, Käse, Butter, Milchschokolade, Paprika, Linsen, Nudeln, Reis, Fleisch oder Öl.

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