Weltall

Polarlichter in der Jupiter-Atmosphäre

Das Weltraumteleskop Hubble hat spektakuläre Bilder in der Jupiter-Atmosphäre geknipst: blaue Polarlichter. Das Farbenspiel entsteht, wenn geladene Partikel in die Atmosphäre eines Planeten eindringen und dort mit Atomen kollidieren.

Polarlichter Jupiter

© NASA, ESA, and J. Nichols (University of Leicester)

Polarlichter lassen sich nicht nur von der Erde aus beobachten. Auch an den Polen des Gas-Giganten Jupiter gibt es dieses außergewöhnliche Lichtspektakel, welches das von der Nasa und Esa betriebene Teleskop Hubble nun im Bereich des ultravioletten Lichtes festgehalten hat.

Polarlichter des Jupiters entstehen, indem das Magnetfeld des Planeten hochenergetische Partikel aus der Umgebung einfängt. Dazu zählen Partikel des Sonnenwindes, aber auch Teilchen, die vom vulkanischen Jupitermond Io ins All geblasen werden. In der Atmosphäre angekommen, kollidieren sie dann mit Atomen und Molekülen.

Hubble und Juno sollen weitere Erkenntnisse liefern

Die Polarlichter auf Jupiter, dem größten Planeten unseres Sonnensystems, überdecken eine Fläche, die größer ist als die Erde. Sie sind viele Hundert Mal energiereicher als irdische Polarlichter und erlöschen nie.

Das Weltraumteleskop Hubble beobachtet den Gasriesen täglich, um Änderungen bei den Polarlichtern registrieren zu können. So können die Forscher feststellen, wie sich die Position der Polarlichter im Laufe der Zeit verschiebt. Diese Beobachtungen sind auf die Raumsonde Juno abgestimmt, die sich gerade im Anflug auf Jupiter befindet. Juno soll Daten über die Eigenschaften des Sonnenwinds liefern.

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