Insekten

Phänomen Maikäfer: Sommerbote oder Plage?

Wonnemonat Mai: In der Natur wächst, gedeiht und krabbelt es jetzt überall. Die warmen Temperaturen locken auch die ersten Maikäfer hervor. Für Naturfreunde sind sie echte Sympathieträger, doch für Landwirte werden die gefräßigen Brummer schnell zur Plage.

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Invasion der Maikäfer: Früher, als unsere Großeltern und Urgroßeltern noch zur Schule gingen, kam es alle paar Jahre im Mai zu diesem ganz besonderen Naturphänomen. Die Schulkinder in ländlichen Regionen wurden dann oft nach draußen geschickt, um die Pflanzenschädlinge einzusammeln.

In riesigen Schwärmen traten sie in verschiedenen Regionen Deutschlands gleichzeitig auf und fraßen die Blätterkronen der Laub- und Obstbäume kahl. Durch intensive Bekämpfung sind sie heute selten geworden. Schon seit alters her galten die Krabbeltiere als große Plage und wurden deshalb im Mittelalter sogar als „Teufelstiere" vor Gericht gestellt. In schlechten Zeiten dagegen dienten die eiweißreichen Insekten dagegen als willkommene Bereicherung des Speiseplans - und wurden kandiert oder als Suppe gegessen.

Die Entwicklung des Maikäfers vom Ei über die Larve zum fertigen Käfer ist ein echtes Naturwunder. Ein Maikäferweibchen legt in seinem nur vier bis sieben Wochen dauernden Käferleben 30 bis 70 Eier. Der Käfer selbst lebt nur etwa vier bis sieben Wochen, doch die Entwicklung vom Ei über drei Larvenstadium bis zum erwachsenen Käfer dauert bis zu fünf Jahre. Dann, irgendwann im Mai, heißt es: Ausgeschwärmt!

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