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Umwelt

Ökologischer Fußabdruck: Warum eine bewusste Ernährung allen nützt

Massentierhaltung, Klimawandel, Flächenverbrauch: Der „ökologische Fußabdruck“ unserer oft gedankenlosen Ernährungsgewohnheiten ist bei genauer Betrachtung enorm. Eine gesündere Ernährung ist nicht nur gut für Umwelt und Klima, sondern vermeidet auch jede Menge tierisches Leid.

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Der Hunger auf Fleisch wächst weltweit. Experten prognostizieren: Sofern das gegenwärtige Wachstum der Weltbevölkerung und die Entwicklung ihrer Konsumgewohnheiten anhält, könnte sich der globale Fleischkonsum bis zum Jahr 2050 verdoppeln. Während laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) aktuell noch immer 815 Millionen Menschen hungern, landen gleichzeitig jedes Jahr etwa 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel im Müll. Theoretisch ist mehr als genug Nahrung vorhanden, um die heutige Weltbevölkerung zu ernähren. Doch in der Realität stehen ungleiche Verteilung und Hunger der Überproduktion und einem oft verschwenderischen Umgang mit Lebensmitteln gegenüber.

60 Kilo Fleisch

In Deutschland werden jährlich rund 57 Millionen Tonnen Nahrungsmittel verbraucht – macht etwa 1,6 Kilo pro Person und Tag. 18 Millionen Tonnen Lebensmittel werden in Deutschland jährlich weggeschmissen. Und der durchschnittliche Fleischverzehr in Deutschland liegt mit 60 Kilogramm pro Kopf und Jahr beim Doppelten der empfohlenen Menge. Bewusster und weniger wäre hier ganz eindeutig mehr. Unser Fleischkonsum hat sich in den letzten 100 Jahren verdoppelt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ernährte ein Landwirt in Deutschland etwa vier Menschen – heute sind es etwa 135. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe nimmt zwar kontinuierlich ab, doch gleichzeitig sind sie heute sehr viel größer, und die Menge der erzeugten Produkte steigt. Eine artgerechte Haltung ist dabei auch in Deutschland immer noch rar: Nicht mal ein Prozent der rund 58 Millionen geschlachteten Schweine werden ökologisch gehalten.

Der Klimawandel ist eine messbare Tatsache und schreitet voran. Eine seiner maßgeblichen Ursachen ist der stetig steigende Fleischkonsum. denn die Tiere produzieren bei ihrer Verdauung das Treibhausgas Methan. Das ist 25 Mal klimaschädlicher als Kohlendioxid. Vor allem Kühe produzieren den Klimakiller und sind schädlicher als der Straßenverkehr. Hinzu kommt das die Tiere viel fressen. Hierfür werden Millionen Hektar Kohlenstoffdioxid neutralisierendes Grünland in Ackerland umgewandelt. In Deutschland werden knapp zwei Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche – etwa 10 Millionen Hektar Wiesen, Weiden und Ackerland – für die Produktion von Futtermitteln benötigt. Doch der tatsächliche Bedarf, insbesondere an eiweißreichem Kraftfutter, kann nur durch zusätzliche Importe gedeckt werden – lange klimaschädliche Transporte inklusive.

Weniger, bewusster und gesünder

Herzinfarkt, Krebs, Bluthochdruck, Cholesterin, Diabetes, Übergewicht: Die Gefahr, an einem dieser Zivilisationsleiden zu erkranken, kann verringert werden, indem man weniger Fleisch isst. Zudem kann eine bewusstere Ernährung den eigenen „ökologischen Fußabdruck“ erheblich reduzieren. Wer bewusst einkauft und plant, was wann gegessen werden soll, muss weniger Lebensmittel wegschmeißen. Weniger Fleisch, mehr Obst und Gemüse: Durch gesündere Essgewohnheiten und einen sorgsameren Umgang mit Lebensmitteln könnten in Deutschland und andernorts bis zu 4 Millionen Hektar Acker- und Grünland „eingespart“ werden. Ein reduzierter Fleischgenuss ist deshalb nicht nur gesundheitsförderlich, sondern auch gut für Umwelt, Klima und Natur. 
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