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Forstwirtschaft

Nützliche Natur: Was der Wald alles leistet

Er filtert Luft wie Wasser und bunkert tonnenweise das Treibhausgas Kohlendioxid: Ohne Wald sähe es richtig düster aus mit unserer Umwelt. Dazu ist sein Holz der Rohstoff der Zukunft.

Wald

© istock/valio84sl

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Heutzutage bedecken Fichte, Kiefer und Co. rund ein Drittel der Fläche Deutschlands - und sie breiten sich weiter aus. Was nicht nur für Sonntags-Spaziergänger eine gute Nachricht ist: Denn unsere Wälder beherbergen die meisten Tier- und Pflanzenarten hierzulande, bunkern Unmengen für das Klima schädliches Kohlendioxid und liefern mit Holz einen Rohstoff, der so umweltverträglich und vielfältig verwendbar ist wie kaum ein anderer.

Umwelt- und Klimaschützer Wald

Die gute Waldluft ist sprichwörtlich: Schließlich liefern uns die Bäume durch ihre Photosynthese Sauerstoff zum Atmen und filtern gewaltige Mengen Staub und Ruß aus der Luft. Jedes Jahr schluckt ein einziges Hektar Wald – eine Fläche von 100 mal 100 Metern – bis zu 50 Tonnen solcher Dreck-Partikel. Das entspricht immerhin dem Gewicht eines Sattelschleppers.

Der Waldboden als Wasserfilter

Was die Baumkronen können, schafft das Wurzelwerk des Waldes schon lange: nur eben mit Wasser. Waldböden filtern das lebenswichtige Nass und produzieren so sauberes Trinkwasser. Wobei gesunde Wälder außerdem den Abfluss von Regen- oder Schmelzwasser bremsen und regulieren: Langsam lassen sie es im Boden versickern, wonach es sich in tieferen Schichten als Grundwasser sammelt.

Schutz vor Steinschlag und Lawinen

Dazu geben die weit verzweigten Baumwurzeln Halt – nicht nur dem Gewächs selbst, sondern auch dem Boden, durch den sie sich winden. Ihr Geflecht verhindert – besonders an Hängen –, dass Erdreich weggeschwemmt wird oder abrutscht. Und schützt uns im Gebirge vor Steinschlag und Lawinen.

Eine 100-jährige Fichte speichert 1,6 Tonnen Kohlendioxid

Dass es um das Weltklima nicht noch viel schlimmer steht, haben wir ebenfalls den Wäldern zu verdanken. Denn während sie wachsen, entziehen die Bäume der Atmosphäre Kohlendioxid, das maßgeblich für die stark zunehmende Erderwärmung verantwortlich ist. In Form von Kohlenstoff wird dieses Treibhausgas in den Pflanzen gespeichert. Und das nicht zu knapp: So bindet allein eine 100-jährige Fichte im Laufe ihres Lebens rund 1,6 Tonnen Kohlendioxid.

Ohne Wald wäre „The Day After Tomorrow“ längst Realität

Insgesamt sind in Deutschlands Wäldern unvorstellbare 340 Millionen Tonnen Kohlenstoff gebunkert – wenn die mit einem Schlag frei wären, würden über 1,2 Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Erdatmosphäre entweichen. Ohne Wald wäre ein Katastrophenszenario wie im Film „The Day After Tomorrow“ wahrscheinlich längst Realität.

Deutschlands Wälder wachsen

Ob Bundeswehr-Rekruten den schönen Westerwald besingen müssen oder Hänsel und Gretel sich im dunklen Forst verirren – der Wald ist im kollektiven Bewusstsein der Deutschen tief verankert. Bis heute lösen Baum, Blatt und Borke hierzulande extreme Gefühlsaufwallungen aus. Erinnert sei zum Beispiel an das Schlagzeilen beherrschende Thema Waldsterben in den 80ern.

Ein Drittel des Bundesgebiets ist von Wäldern bedeckt

Dabei ist es nicht so, dass wir Dingen nachtrauern, die es gar nicht mehr gibt. Im Gegenteil: Immerhin rund 30 Prozent unseres hochindustrialisierten Landes sind von Wald bedeckt, stolze 10,7 Millionen Hektar. Und es wird immer mehr: Seit 1960 haben die Forstflächen um rund 500.000 Hektar zugenommen – das entspricht der doppelten Größe des Saarlandes.

Nachhaltige Forstwirtschaft sichert den Waldbestand

Verdienst am deutschen Waldwachstum hat unsere heimische Forstwirtschaft – denn die verfährt seit langem nach dem Nachhaltigkeits-Prinzip, dass nicht mehr Bäume geschlagen werden dürfen als nachwachsen. Wobei im Moment jedes Jahr sogar nur zwei Drittel der Holzmenge genutzt werden, welche Natur und Forstwirte im selben Zeitraum produzieren. Mittlerweile ist unser Holzvorrat sogar größer als derjenige Schwedens oder Finnlands. Ein riesiges Lager des Werk- und Baustoffs der Zukunft.

35 Prozent unserer Bäume sind Fichten

Nicht die sprichwörtliche deutsche Eiche beherrscht den heimischen Baumbestand, sondern die Nadelbäume. 35 Prozent unserer Wälder bestehen aus Fichten, 31 Prozent aus Kiefern. Häufigster Laubbaum ist die Buche – sie macht ein Viertel unserer Forstbestände aus. Allerdings sind die Anteile der Baumarten von Region zu Region sehr unterschiedlich: Im Süden und in den Hochlagen dominieren Fichten und Tannen, in Mitteldeutschland die Buchen, in Nord- und Ostdeutschland die Kiefern.

Einzigartiger Artenreichtum

Auch von den Bäumen mal abgesehen sind unsere Wälder dicht bevölkert. In keinem anderen Lebensraum Deutschlands hausen so viele Tier- und Pflanzenarten. Die dazu regelmäßig Gesellschaft von Spaziergängern, Joggern und Pilzsammlern bekommen: Denn obwohl sich fast die Hälfte des deutschen Waldes in Privatbesitz befindet, darf jeder rein, um sich zu erholen – so regelt es das „Bundeswaldgesetz“.
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