WERBUNG / ADVERTISMENT
SOS-Kinderdörfer

Menschen Länder Schicksale – Folge 5: Ecuador: Mitten in Lateinamerika

Welt der Wunder TV sendet eine Reihe von Dokumentarfilmen über bewegende Schicksale aus SOS-Kinderdörfern in den ärmsten Regionen der Welt. Die fünfte Folge "Menschen Länder Schicksale" läuft am Samstag, den 13. Januar, um 21:15 Uhr Kinder in Ecuador.

© SOS-Kinderdoerfer

WERBUNG / ADVERTISMENT
Seit 1963 sind die SOS-Kinderdörfer in Lateinamerika vertreten. In 20 Ländern gibt es hier heute 127 Kinderdörfer. Der erste Zufluchtsort für die Jüngsten wurde in der Hauptstadt Ecuadors Quito gebaut, die höchstgelegene Hauptstadt der Welt. 

Die meisten Kinder, die hier leben sind Sozialwaisen, deren Eltern sich nicht um die Kinder kümmern können oder wollen. In den zwölf Häusern leben knapp 100 Kinder. Die SOS-Mütter werden von Helferinnen unterstützt, die Tanten genannt werden. Bereits über 50 Jahre existiert das Dorf nun. 

Wenn das Land zur Stadt wird

Früher war die Umgebung des Dorfes eine ländliche Gegend, in der es weit und breit nichts gab, außer der SOS-Häuser. Trotz der Unterstützung war das Leben der Kinder hier schwer und entbehrlich. Sie mussten nach der Schule eine Stunde auf dem Feld helfen und das Wasser musste täglich mit Schläuchen aus zwei Kilometer Entfernung geholt werden. 

Doch mittlerweile ist die Stadt aufgrund der Landflucht auf rund 1,7 Millionen Einwohner gewachsen und das SOS-Kinderdorf liegt nun in einer städtischen aber ärmlichen Gegend. Gewalt, illegale Hundekämpfen und Straßengangs beherrschen den Alltag. Davor müssen die Kinder beschützt werden. Besonders die Gangs sind eine stete Gefahr. Immer wieder locken sie Kinder in ihren Bann. Dann müssen die SOS-Mütter versuchen den Kontakt zu unterbinden, auch wenn dies schwerfällt.

Förderung für ganze Familien

Die sozialen Brennpunkte sind allgegenwärtig. Auch deshalb haben die SOS-Mitarbeiter hier Familienstärkungsprogramme aufgebaut. So bekommen verarmte Familien beispielsweise kostenlosen Kurse, um zu lernen wie sie ein eigenes Geschäft aufbauen können. 

Auch der Staat hat Förderprogramme, aber oft müssen die Menschen für Mikrokredite Zinsen zahlen. Dagegen sprechen sich die SOS-Kinderdörfer aus. Einige Familien schaffen es, sich mit einem kleinen Kredit und einer Ausbildung über Wasser zu halten. Doch es gibt noch ein weiters wichtiges Ziel der Hilfsorganisation: Die Bevölkerung muss für Frauen- und Kinderrechte sensibilisiert werden.

Die SOS-Kinderdörfer müssen sich auch immer wieder staatlichen Richtlinien anpassen. Deswegen gibt es mittlerweile eine neue Form der Kinderdörfer: Die Häuser sind nicht mehr in einem abgegrenzten Dorf, sondern in die unmittelbare Nachbarschaft eingebunden. Sowohl die SOS-Mütter als auch die Kinder wollen gefällt es hier, denn dort sind sie mehr integriert und ihr Leben scheint schon fast ganz normal zu sein.
WERBUNG / ADVERTISMENT

Das könnte Sie auch interessieren

WERBUNG / ADVERTISMENT
WERBUNG / ADVERTISMENT
WERBUNG / ADVERTISMENT
WERBUNG / ADVERTISMENT