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Unheimliche Orte

Long Lines Building: Kann ein Gebäude eine ganze Stadt abhören?

Wie eine uneinnehmbare Festung erhebt sich das Long Lines Building über Manhattan. Um das Gebäude in der 33 Thomas Street ranken sich zahlreiche Theorien. Nicht nur, weil in unmittelbarer Nähe mehrere Geheimdienstbehörden ihren Sitz haben oder weil der fensterlose Wolkenkratzer das einzige Bauwerk in New York ist, das einem atomaren Super-GAU trotzen könnte – sondern weil darüber hinaus bis heute kaum etwas über den 170-Meter-Koloss bekannt ist.

© iStock-TomasSereda

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Offiziell ist das Long Lines Building ein Kommunikationszentrum von AT&T, einer der größten Telefongesellschaften der USA. Doch hinter dieser Fassade verbirgt sich möglicherweise noch eine andere Wahrheit. So deuten geleakte Geheimdienstdokumente darauf hin, dass der Auslandsgeheimdienst der Vereinigten Staaten, die NSA, von hier aus sein globales Abhörprogramm steuert. „Titanpointe“, so der Codename des Long Lines Buildings, überwache neben den Vereinten Nationen und der Weltbank die Kommunikation aus mindestens 38 weiteren Ländern, darunter auch Deutschland. 

Arbeitet also einer der größten US-Telekommunikationsriesen mit dem Geheimdienst zusammen? AT&T behauptet zwar, Bundesbehörden hätten keinen Zutritt zu seinem Gebäude, seltsamerweise sind jedoch dauerhaft Parkplätze für Regierungsmitglieder reserviert. „Die Geheimdienstpapiere belegen eindeutig eine Kooperation von AT&T mit der NSA“, ist auch der Investigativjournalist Henrik Moltke überzeugt. Mehr noch: Ihm zufolge hat AT&T noch an mindestens 58 weiteren Standorten in den USA Überwachungsanlagen platziert – womit das Long Lines Building nur die Spitze des Eisbergs wäre … 

Keine Fenster

Offiziell dient das Long Lines Building dem Kommunikationskonzern AT&T lediglich als Zentrale zur Abwicklung von Ferngesprächen. Doch sollen hier wirklich nur Kabel und Serverräume bewacht werden? Der Wolkenkratzer verfügt über ein paar Lüftungsöffnungen, aber kein einziges Fenster. Dafür bestehen seine meterdicken Wände aus Beton und extra starker Granitverkleidung. Auch die Böden sind so konzipiert, dass sie ein besonders hohes Gewicht tragen können (rund 1.500 Kilogramm pro Quadratmeter). Stromgeneratoren sowie eine eigene Gas- und Wasserversorgung sollen den Bunker im Katastrophenfall zu einer „sich selbst versorgenden Stadt“ umwandeln, die 1.500 Menschen zwei Wochen lang versorgen kann.
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