Unheimliche Orte

Leinawald: Wo verbirgt sich die geheime Grabkammer der Nazis?

August 1944: Die Offiziere der Royal Air Force trauen ihren Augen nicht, als sie die Luftaufnahmen vom Thüringischen Leinawald betrachten. Sie glauben die Umrisse eines riesigen Totenschädels zu erkennen. Handelt es sich nur um einen Zufall?

© iStock-merc67

Direkt neben dem Altenburger Flugplatz ragen die Umrisse eines Totenschädels hervor. Doch handelt es sich hier um ein Zeichen oder ist es nur ein zufälliges Muster?

Es ist von Menschenhand in den Boden gezeichnet, um auf ein geheimes Versteck hinzuweisen. Das glauben zumindest zahlreiche Schatzsucher, die der Mythos Leinawald seit Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute in den Bann zieht, auch wenn das vom Grün überwucherte Zeichen aus der Luft schon lange nicht mehr zu erkennen ist. Gestützt wird ihre Theorie durch die Aussagen mehrerer Zeitzeugen. Sie berichten nicht nur von Zwangsarbeitern, die über Jahre hinweg den Boden unterhöhlen mussten, sondern wollen sogar mit eigenen Augen Teile eines unterirdischen Bunkers gesehen haben. Auch verschiedene Messungen deuten auf einen Hohlraum hin.

Doch was genau sollte dort unten versteckt werden? Erst vermutet man hier die verschollenen Goldbarren der Reichsbank, später eine Flugzeugfabrik oder ein geheimes Nazi-Bombenprojekt. Auch Gerüchte um das legendäre Bernsteinzimmer halten sich hartnäckig. Zuletzt sorgt eine neue These für Aufsehen, der zufolge in 45 Metern Tiefe eine gigantische Grabkammer nach Plänen von Hitlers Architekt Albert Speer gebaut worden sein soll. Passend dazu stößt man 2011 auf ein Massengrab mit 66 Leichen – offenbar die sterblichen Überreste der oben erwähnten Zwangsarbeiter. Ob sie tatsächlich für den Bau eines geheimen Nazi-Tempels ihr Leben ließen, werden weitere Grabungen klären müssen. Eines gilt als sicher: Es dürfte nicht das einzige Grab im Leinawald sein.

Das könnte Sie auch interessieren