Frage der Woche

Lässt sich ein gebrochenes Herz medizinisch feststellen?

Wenn eine Beziehung in die Brüche geht, ist die Trauer oft riesig, wir stürzen dann in ein tiefes, dunkles Loch. Das sprichwörtlich gebrochene Herz hat auch Folgen für den Körper.

EKG

© Imago/Westend61

Alles aus! Endgültig vorbei! Wenn eine Beziehung in die Brüche geht, ist die Trauer oft riesig, wir stürzen dann in ein tiefes, dunkles Loch. Doch nicht nur unsere Seele leidet unter Liebeskummer: Das sprichwörtlich gebrochene Herz hat auch Folgen für den Körper.

Stresshormone durch Liebeskummer

Das lässt sich sogar medizinisch nachweisen: In emotionalen Ausnahmesituationen wird der Körper von Stresshormonen überflutet. Diese beeinflussen unsere Gehirnstruktur und unseren Blutdruck. Auch unsere Herzfunktion kann, ähnlich wie bei einem Infarkt, beeinträchtigt werden. In seltenen Fällen kann das sogar zu einem kompletten Stillstand des Herzens führen.

Das Broken-Heart Syndrom

Als „Broken-Heart-Syndrom“ bezeichnet man eine seltene und plötzlich einsetzende Herzmuskelschwäche. Das rätselhafte Syndrom wurde Anfang der neunziger Jahre in Japan entdeckt und erstmals als Krankheitsbild beschrieben. Mittlerweile ist es international bekannt – aber extrem selten. Experten schätzen, dass auf eine Million Menschen etwa zwei bis zehn kommen, die im Laufe ihres Lebens daran erkranken. Dabei stehen die Chancen auf Heilung für die Patienten gut: Während bei einem Infarkt Herzgewebe unwiderruflich zerstört wird, erholen sich gebrochene Herzen meist von selbst.

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