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Schlaf

Kopfkino: So können Sie Ihre Träume steuern

Wir können fliegen oder stehen plötzlich nackt vorm Chef: Im Schlaf erleben wir oft seltsame Dinge. Mit einigen Tricks lassen sich Träume bewusst erleben – und sogar steuern.

Mädchen schwebt im Traum

© iStock/Kladyk

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Wissenschaftler nennen sie „Klarträumer“ – Menschen, die bewusst erleben, was ihnen im Schlaf passiert. Klarträumer träumen nicht nur, sie wissen dabei auch, dass sie träumen. Und: Sie können ihre nächtlichen Erlebnisse steuern und wie in einem Film Regie führen. Eine Krankheit oder angeborene Besonderheit ist diese Fähigkeit nicht. Im Prinzip ist jeder Mensch in der Lage, das Klarträumen – oder auch „luzide Träumen“ – zu erlernen.

Klarträume in der Schlafforschung

Dass wir die Bilder im Schlaf bewusst erleben können, wusste schon Aristoteles. Doch sein Wissen geriet lange Zeit in Vergessenheit; viele bezweifelten sogar, dass luzides Träumen überhaupt möglich sei. Erst im letzten Jahrhundert setzten sich Forscher wieder intensiver mit dem Klarträumen auseinander. 1980 gelang es den beiden Psychologen Stephen LaBerge und Keith Hearne dann, mit Hilfe von EEG-Aufzeichnungen die Existenz luzider Träume wissenschaftlich nachzuweisen.

Heute weiß man, dass das Klarträumen  in der so genannten REM-Phase stattfindet, der „Rapid Eye Movement“-Phase. In dieser Zeit schlafen wir fest, der Körper ist wie erstarrt, nur die Augen bewegen sich rasch hin und her. Das Gehirn allerdings ist in dieser Schlafphase äußerst aktiv. Dass es möglich ist, dieses Stadium bewusst zu erleben, zeigt eine Studie der Universität Bonn: Im Schlaflabor konnten die Forscher beobachten, wie Klarträumer, obwohl sie fest schliefen, eine vorher vereinbarte Augenbewegung vollführten.

Spaziergang durch fantastische Welten

Wie aber lernt man, seine Träume bewusst zu erleben? Ein Patentrezept gibt es nicht – trotz intensiver Forschung. Wichtig sind zunächst gezielte, kontinuierliche Übungen, um sich überhaupt an Träume erinnern zu können. Denn meist vergessen wir unsere Erlebnisse schon wenige Augenblicke nach dem Aufwachen. Wer gleich am Morgen das Geträumte in ein Traumtagebuch notiert, kann sein Gehirn dazu anregen, die Träume zu speichern.

Um dann, während des Träumens, einen anderen Bewusstseinszustand zu erreichen, gibt es zwei Methoden. Manche Menschen versuchen, das Wissen, dass gleich ein Traum folgen wird, vom Wachzustand mit in den Schlaf zu nehmen. Andere wiederum machen sich im Schlaf bewusst, dass sie gerade träumen. Dabei kann zum Beispiel ein Kärtchen helfen, auf dem steht: „Träume ich?“ Wirft man über mehrere Tage hinweg immer wieder einen Blick auf diese Karte, taucht sie irgendwann im Traum auf – der Klartraum kann beginnen.

Klarträumen gegen Albträume

Klarträumen ist aber nicht nur eine nette Spielerei, sondern kann auch dabei helfen, Albträume in den Griff zu bekommen. Durch gezieltes Aufwachen können wir uns etwa aus furchteinflößenden Situationen retten; oder aber wir ändern die beängstigende Situation bewusst. In Klarträumen können wir sogar für die Realität trainieren – zum Beispiel Bewegungsabläufe verschiedener Sportarten einüben. Der luzide Traum kann somit wie ein mentales Training funktionieren und eine gute Ergänzung zu körperlichen Übungen sein.
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