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Alltagsfragen

Kommt der Regenschirm aus England?

In England regnet es oft und viel. Ein Regenschirm wird da zum unverzichtbaren Accessoire. Doch wurde er auch hier erfunden?

Regenschirm und Gummistiefel

© iStock/gpointst

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Singin' in the rain - nicht jedem ist bei trübem und feuchtem Wetter danach zumute. Doch mit dem passenden Schirm ausgerüstet, kann man sich wenigstens davor schützen, bis auf die Haut durchnässt zu werden und so durch den heimatlichen Hausflur zu tropfen.

Vom Statussymbol zum Gebrauchsgegenstand

Früher waren Schirme ein Statussymbol und den bessergestellten Damen und Herren vorbehalten. Schon im Jahr 3.000 vor Christus ließen sich die Mächtigen an vielen Orten der Welt damit Schatten spenden oder Luft zufächeln. Das englische Wort „umbrella“ erinnert daran – das lateinische „umbra“ bedeutet Schatten, „umbrella“ ist also der „kleine Schatten“. Als Schutz vor Regen wird der Schirm im Jahr 800 zum ersten Mal schriftlich erwähnt - damals noch ein reines Nischenprodukt.

Erst tausend Jahre später setzte sich der Regenschirm in Westeuropa als Gebrauchsgegenstand durch. Vor allem in Ländern mit häufigem Niederschlag wie England erfreute er sich wachsender Beliebtheit. Und so verwundert es auch nicht, dass es tatsächlich ein Engländer namens Jonas Hanway war, der den Regenschirm so populär machte – und das, obwohl ein durchschnittlicher Schirm damals etwa fünf Kilo wog. Sein Gestell war aus massivem Holz und der Kranz aus Fischknochen.
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Mit Parfüm und Blitzableiter

Doch dem Handelsmann gelang es, ihn zu einem unverzichtbaren Modeaccessoire für den britischen Gentleman zu machen. Für die Ladys wiederum wurden in die Griffe kleine Fächer für Puder, Parfüm oder Zigarren eingearbeitet. Und dank der günstigen Rohstoffe, die England aus seinen zahlreichen Kolonien beziehen konnte, war die Herstellung für damalige Verhältnisse spottbillig. In manche Schirme war damals sogar ein metallenes Erdungsband integriert – zum Schutz gegen Blitze.

Dennoch blieb das Gewicht ein großes Problem und das ständige Mitführen eines Schirms war sehr beschwerlich – bis Samuel Fox, wiederum ein Engländer, im Jahr 1852 das Metallgestell erfand. Damit verringerte sich das Gewicht eines Regenschirms auf weniger als ein Kilo. Wer mehr über die Geschichte des Regenschirms erfahren möchte, darf allerdings nicht nach England fahren – sondern in die entgegengesetzte Richtung, genauer gesagt, nach Italien. Ausgerechnet hier, in dem sonnigen Örtchen Gignese, befindet sich das einzige offizielle Schirmmuseum der Welt.

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