WERBUNG / ADVERTISEMENT
Naturkatastrophen

Italiens Supervulkan: Wie gefährlich sind die Phlegräischen Felder?

Aufsteigende Rauchsäulen aus Wasserdampf und Schwefel liegen über Italien und kündigen Unheilvolles an. Schuld ist aber nicht etwa der Vesuv, sondern das häufig unterschätzte, aber viel gefährlichere Vulkangebiet Phlegräische Felder. Steht Neapel vor einem katastrophalen Vulkanausbruch?

© iStock-j-wildman

WERBUNG / ADVERTISEMENT
Die Phlegräischen Felder mit ihren über 50 Eruptionsherden gelten als Supervulkan. Am bekanntesten ist der abgebildete Krater Solfatara. Das Gebiet umfasst etwa 150 Quadratkilometer und verläuft vom Westens Neapels über die Küste und sogar untermeerisch bis zu verschiedenen Inseln. Wissenschaftler mussten in den letzten Jahren Besorgniserregendes beobachten: Ein zunehmender Magmaaufbau und steigende Temperaturen lassen vermuten, dass es bald zu einem gewaltigen Ausbruch kommt. Auch die Häufung von schwereren Erdbeben in Italien könnte darauf zurückzuführen sein.

Erwachen nach fast 500 Jahren

Die letzte Eruption der Phlegräischen Felder fand im 16. Jahrhundert statt und dauerte acht Tage. Die Geschichtsbücher dokumentieren noch weitaus schlimmere Ausbrüche im langen Leben des Hochrisikovulkans. Lange Zeit schlief er – jetzt ist er wieder aktiv. Seit den 1950er Jahren rumort es in den Phlegräischen Feldern, Energie staut sich auf und hat den Boden der Gegend seitdem bereits um drei Meter angehoben. Auf die gleiche Art und Weise soll sich der Ausbruch von 1538 angekündigt haben. Die Folgen einer ähnlichen Katastrophe wären weltweit zu spüren – von Giftstoffen und Asche in der Luft über einen Temperatursturz bis hin zu Überschwemmungen.

Alarmstufe Gelb

Bereits in den 1980er Jahren wurde aufgrund der erhöhten vulkanischen Aktivität der Phlegräischen Felder ein Ausbruch befürchtet, der letztlich doch ausblieb. Ob es also wirklich zu einer solchen Katastrophe kommt, bleibt ungewiss. Die Region um das Vulkanareal ist aber sehr dicht besiedelt, selbst ein kleiner Ausbruch wäre verheerend. Die Anwohner sehen die Situation allerdings gelassen. Damit im Ernstfall schnell reagiert werden kann, beobachten Vulkanologen und Geophysiker den Supervulkan wird 24 Stunden an jedem Tag im Jahr. 
WERBUNG / ADVERTISEMENT

Das könnte Sie auch interessieren

WERBUNG / ADVERTISEMENT
WERBUNG / ADVERTISEMENT
WERBUNG / ADVERTISEMENT
WERBUNG / ADVERTISEMENT