Lebensmittelindustrie

Ist Bio gesünder als konventionell?

Sind biologisch erzeugte Gurken und Bananen vitaminreicher als herkömmliche? Die Wahrheit ist, beide Gruppen unterscheiden sich nur in einem Punkt wesentlich …

Kresse gelegt in Form von BIO

© iStock/pawel_p

Wer sich und seinem Körper etwas Gutes tun will, greift gern zu Lebensmitteln mit dem Bio-Siegel. Denn was ohne Chemie gewachsen ist, enthält mehr Vitamine und Mineralien, glauben viele. Doch ist eine Bio-Banane wirklich gesünder als eine konventionell erzeugte?

Eine auf mehr als 200 Quellen beruhende Metastudie der Stanford University fand dafür keine Anhaltspunkte. Hinsichtlich der Nährstoffe unterscheiden sich beide Bananen nicht, genauso wenig wie andere Obst- und Gemüsesorten. Der einzige echte Unterschied zwischen Bio- und Nicht-Bio-Gemüse und -Obst besteht im Gehalt an Schadstoffen: In Bio-Produkten stecken 10- bis 100-mal weniger Pflanzenschutzmittel – ganz frei davon sind aber selbst sie nicht. Doch wie gefährlich sind diese Pestizidrückstände im Essen wirklich?

Spärliche Informationen über Pestizide

Es gibt eine lange Liste mit Stoffen, die im Verdacht stehen, Krankheiten wie etwa Krebs auszulösen. Darauf stehen auch viele der etwa 400 in der Europäischen Union mit ihren Höchstmengen zugelassenen Pestizide. Verlässliche Daten über die Gefahrenlage fehlen aber, und die Wechselwirkungen der unterschiedlichen Stoffe miteinander werden gar nicht berücksichtigt. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft daher besser Bio – auch wenn eine gesundheitsfördernde Wirkung der Lebensmittel nicht nachgewiesen ist.

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