Unheimliche Orte

Hoia-Baciu-Wald: In welchem Wald verschwinden die meisten Menschen?

Emil Barnea bahnt sich seinen Weg durch das dichte Geäst des Waldes und atmet erleichtert auf, als er sich endlich auf einer Lichtung wiederfindet. Die Einheimischen haben ihn vor dem Hoia-Baciu gewarnt...

© iStock-Gaschwald

Hier, an der rumänischen Stadt Klausenburg, im Gebiet Transsilvanien, dem Land Draculas, traut sich kaum jemand allein in den Wald hinein. Dort verschwinden Menschen, sagen die Einheimischen. Sie erzählen von dem Schäfer, der mit seinen 200 Tieren spurlos im Wald verschwand, sich wie Rauch aufgelöst hat. Oder von einem Mädchen aus der Nachbarschaft, das in dem Wald verloren ging – ehe es fünf Jahre später ohne eine einzige Erinnerung wiedergekehrt ist. Auch sehe man in dem drei Quadratkilometer großen Wald immer wieder Wesen, die eigentlich in das Reich der Fantasie gehören sollten. 

Es ist der 18. August 1968, als der Militärtechniker Emil Barnea etwas erlebt, das ihn an die Erzählungen der Einheimischen glauben lässt. Auf der Waldlichtung angekommen, lässt er seinen Blick über den Sommerhimmel wandern – und entdeckt ein ringförmiges Objekt über dem Wald. Ein Ufo? Über die Echtheit der Fotos, die Barnea dann schießt, diskutiert man noch immer. Heute, 50 Jahre später, pilgern immer mehr Menschen zum Hoia-Baciu, um mit eigenen Augen zu sehen, was da vor sich geht in Transsilvanien. Und hin und wieder, so erzählen es die Alten, verschwindet einer dieser Touristen im Hoia-Baciu spurlos … 

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