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Ernährung

Heimische Superfoods – die Alternativen zu Açaí, Goji und Quinoa

Frischer, näher, günstiger: Heimische Superfoods stellen den Exoten wie Goji, Chia & Co. in nichts nach. Diese regionalen Alternativen gibt es.

© iStock-baibaz

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Sie sind buchstäblich in aller Munde: Superfoods. Exotische Früchte, Beeren, Nüsse und Samen stürmen gerade regelrecht die Küchen Deutschlands. Dabei müssen wir gar nicht die teuren Produkte aus Übersee kaufen, denn heimische Superfoods wachsen praktisch vor der Haustür. 

Superfoods: Überteuerte Exoten?

Superfoods finden sich mittlerweile überall – und es scheinen immer mehr zu werden. Allerdings lässt sich der Begriff per Definition nicht eindeutig klären, da es sich eher um einen Marketingausdruck handelt. Das Wörterbuch Oxford English Dictionary beschreibt Superfood als „nährstoffreiches Lebensmittel, das als besonders förderlich für Gesundheit und Wohlbefinden erachtet wird“. Ganz allgemein gelten also solche Lebensmittel als „super“, wenn sie eine hohe Nährstoffdichte aufweisen und daher für die Gesundheit besonders förderlich sind. 

In der Liste der Superfoods tauchen vor allem verschiedenes Obst, Früchte, Beeren und Samen auf – allen voran solche aus Übersee: Açaí-, Goji-Beeren, Quinoa und Chia-Samen. Darüber hinaus sind auch Lebensmittel vertreten, die zwar seit langem bekannt sind, deren gesundheitliche Wirkung jedoch erst jetzt hoch im Kurs steht. So beispielsweise Kakao: Er zählt unter anderem zu den calcium- und magnesiumhaltigen Lebensmitteln, kann aber noch mit Eisen, Ballaststoffen und vielem mehr aufwarten. 

Alles in allem sind es vor allem die Exoten, die den Gesundheitsmarkt erobern. Allerdings sind sie aufgrund der langen Transportwege nicht nur teurer als regional-heimische Superfoods, sondern auch ihre Frische leidet darunter. So stammen beispielsweise Açaí-Beeren aus den Regenwäldern des Amazonas, Chia-Samen kommen aus Mexiko und Zentralamerika – und das ist nicht nur für das Klima bedenklich. Gut, dass es für die Exoten heimische Superfood-Alternativen gibt. 

Die Alternative zu Chia-Samen

Chia-Samen sind mittlerweile weithin bekannt und werden besonders als Alternative zu Getreide gehandelt. Die kleinen grauen Körner haben den guten Ruf vor allem deswegen, da sie eine wertvolle Quelle für Omega-3, Omega-6, Calcium und Eisen darstellen. Ihr großes Manko: Chia-Samen müssen erst aus Zentralmexiko, Argentinien oder Australien eingeflogen werden. 

Die heimische Superfood-Antwort: Leinsamen. Deren Konzentration an Omega-3-Fettsäuren ist sogar etwas höher als bei Chia-Samen. Einen vergleichbaren Gehalt weisen Leinsamen bei den Ballaststoffen auf. Darüber hinaus sind sie unter anderem eine gute Quelle für Mineralien, Calcium, Zink, Eisen und Antioxidantien. 

© iStock-Chiociolla

Die Alternative zu Goji-Beeren

Die heilsame Wirkung der Goji-Beere (Gemeiner Bockshorn) ist bereits seit mehreren Jahrtausenden bekannt, insbesondere in der traditionellen chinesischen Medizin. Anwendungsgebiete sind unter anderem bei Erschöpfung und Überanstrengung, Erkältungen, Sehschwäche oder Diabetes. Die positiven Wirkungen verdanken die roten Beeren ihrer hohen Nährstoffdichte: Beispielsweise enthalten Goji-Beeren Antioxidantien, Calcium, Eisen sowie Lutein und Zeaxanthin (Verwandte des Beta-Carotins). Ein Großteil der Ernte kommt aus Asien, wo sie getrocknet und dann in die ganze Welt verschickt werden.

Die heimische Superfood-Antwort: Schwarze Johannisbeere. Das regionale Superfood ist ebenfalls reich an Nährstoffen, vor allem Vitamin C sowie die Vitamine A, B, E, K und P (OPC). Auch Calcium, Eisen und Antioxidantien finden sich in dem regionalen Obst. Andere Alternativen sind Sanddorn und Hagebutte, die ebenfalls einen hohen Vitamin C-Gehalt vorweisen können. 

Die Alternative zu Quinoa

Quinoa ist auch unter den Namen Inkareis, Perureis oder Reismelde bekannt. Wie die Namen bereits vermuten lassen, stammt Quinoa aus Südamerika. Auch wenn es als glutenfreie Alternative zu Getreide verwendet wird, gehört Quinoa doch zur Gattung der Gänsefußgewächse, ähnlich wie Spinat und Mangold. Essentielle Aminosäuren, Mineralstoffe und Spurenelemente machen das Pseudogetreide zu einem Superfood. 

Die heimische Superfood-Antwort: Hirse. Sie ist ebenfalls glutenfrei und enthält ähnliche Nährstoffe wie Quinoa. Gleichauf ist ihr hoher Eiweißanteil, etwas weniger Magnesium und Eisen. Daneben finden sich in Hirse noch Silizium, die Vitamine A und E sowie verschiedene B-Vitamine. 

Die Alternative zu Açaí

Die aus Brasilien stammende Açaí-Beere ist vor allem als Mittel zum Abnehmen bekannt. In der schwarzblauen Frucht ist ein Mix an wertvollen Inhaltsstoffen vertreten, allen voran ein hoher Anteil an Ballaststoffen. Aus diesen unverdaulichen Pflanzenstoffen kann der Körper zwar keine Energie gewinnen, dafür machen sie lange satt. Demgegenüber weisen Açaí-Beeren allerdings viele Fette auf, überwiegend ungesättigte Fettsäuren und gesunde Omega-Fettsäuren. Auch Vitamin C und E, Antioxidantien, Eisen und Magnesium kommen in der Frucht nicht zu kurz.

Die heimische Superfood-Antwort: Heidelbeeren oder Blaubeeren. Die blauen Früchte stecken voller gesunder Vitamine, Antioxidantien und Mineralstoffen. Auch Folsäure und Mangan, die für den Aufbau des Erbguts und der Knochen sorgen, sind in annehmbarer Menge enthalten.

Fazit: Heimische Superfoods

Bei Superfoods muss es nicht der Blick in die Ferne sein – im eigenen Garten oder auf dem Feld von nebenan wachsen gesunde Alternativen. Ein weiterer Pluspunkt: Sie müssen keine langen Transportwege zurücklegen, um auf unseren Tellern zu landen. Das wiederum sorgt auch für frischere Lebensmittel. Aber auch für regionale Superfoods wie Heidelbeeren oder Leinsamen gilt: auf saisonalen Einkaufen und Bio-Qualität achten. 

Weitere Superfoods:
Ackersenf, Brennnessel, Feldsalat, Grünkohl, Heidelbeere, Himbeere, Johannisbeere, Leinsamen,  Meerrettich, Pastinake, Portulak, Radicchio, Sonnenblumenkerne, Topinambur, Walnüsse.
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