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Büroalltag

Gesundheitsfalle Bürojob: Wie gefährlich ist Bewegungsmangel?

Eine Langzeitstudie ergab, dass Männer, die tagtäglich mehr als sechs Stunden am Schreibtisch sitzen, eine um 20 Prozent höhere Sterberate haben, als jene Personen, die nur drei Stunden am Tag sitzen – bei Frauen lag die Rate sogar bei 40 Prozent. Mit diesen Tipps bleibt der Körper auch im Büro aktiv.

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Heutzutage verbringen immer mehr Menschen ihren Arbeitsalltag vor dem Computer: Die Zahl der klassischen Bürojobs hat sich seit den 1950er Jahren um rund 83 Prozent erhöht. Somit ist es auch keine Überraschung, dass viele Krankheiten und körperliche Probleme, wie Depressionen und Rückenschmerzen, mit der sitzenden Tätigkeit in Verbindung gebracht werden können.

Will der Mensch gesund bleiben, muss er sich also bewegen. Doch wie ist es möglich, dass der Büromitarbeiter genügend Bewegung hat, wenn er sich doch acht Stunden vor dem Computer befinden muss?

Rückenschmerzen, Verdauungsprobleme, Übergewicht…

Bewegt sich der Mensch wenig oder gar nicht mehr, so werden verschiedene Krankheiten oder körperliche Probleme begünstigt. Das wohl häufigste Problem: Rückenschmerzen. Der Mensch verharrt oft stundenlang in derselben Position. In weiterer Folge kommt es zu Verspannungen. Die Muskulatur, die durch die fehlende Bewegung verkümmert, kann nicht mehr die Wirbelsäule stabilisieren, sodass es zu einer Fehlhaltung und zu Schmerzen kommt.

Da sich der menschliche Körper ökonomisch verhält, verliert er einen Teil seiner Leistungsfähigkeit, wenn es zu keiner ausreichenden Belastung und Förderung kommt. Muskeln, die also nicht beansprucht werden, verkümmern und werden abgebaut. Und nicht nur das: Mangelnde Bewegung führt auch zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Herzmuskel wird zu wenig beansprucht, sodass die Leistungsfähigkeit abnimmt. Wird der Herzmuskel dann belastet, kann es schnell zu einer Überforderung kommen.

Ein weiterer Punkt ist Übergewicht. Die Menschen werden immer dicker – Adipositas ist zu einer neuen Volkskrankheit geworden. Die Betroffenen versuchen es zwar immer wieder mit Diäten, scheitern aber oft, da sie sich nicht oder zu wenig bewegen. Nur dann, wenn beide Faktoren – also die Ernährung und die Bewegung – verändert werden, kann der Betroffene das Gewicht reduzieren. Auch Probleme mit der Verdauung sind oftmals auf Bewegungsmangel zurückzuführen, denn Organe können nur dann funktionieren, wenn der Körper aktiv ist. Durch die Sitzhaltung presst der Körper seine Organe zusammen, sodass es zu einer Komprimierung von Magen und Darm kommt. 

Aktiver während der Arbeitszeit

Viele denken automatisch, sie müssten mehr Sport machen. Doch bereits kleine Veränderungen im Arbeitsalltag sorgen bereits für mehr Aktivität. Das große Ziel ist es, die Sitzdauer im Büro zu verringern. Dazu gehören etwa auch die Wege zum Drucker, die Wege zu den Besprechungszimmern oder auch die Mittagspause. Der Mitarbeiter kann z.B. darauf achten, dass er die Dokumente, die er ausdruckt, einzeln vom Drucker holt und nicht nur einmal am Tag, nachdem er alle Unterlagen ausgedruckt hat. Mitunter ist es auch ratsam, die Treppen anstatt den Aufzug zu nehmen. Auch zur  Mittagspause sollten alle Angestellten kurz vor die Türe gehen und einen kleinen Spaziergang machen. Es sind nur wenige Umstellungen, die aber dafür sorgen können, dass man gesund bleibt.

Grundsätzlich gilt die Faustregel: Rund 60 Prozent der Arbeitszeit kann man sitzend ausüben, 30 Prozent sollten aber in stehender Position und 10 Prozent in bewegender Position verbracht werden. Arbeitet man also acht Stunden pro Tag, so sollte der Büromitarbeiter 4 Stunden und 45 Minuten sitzen, rund 2 Stunden 30 Minuten in stehender Position verbringen und sich mindestens 45 Minuten aktiv bewegen. Diese 60-30-10-Formel gehört zum Steh-Sitz-Konzept und kann mit den oben genannten Tipps problemlos umgesetzt werden. 

Das Steh-Sitz-Konzept

Wer selten steht, kann zudem auf einen höhenverstellbaren Schreibtisch zurückgreifen. Dieser kann problemlos per Knopfdruck zu einem Stehtisch umfunktioniert werden können. Der Wechsel von sitzender in stehender Tätigkeit erhöht sogar laut Studien die Konzentrationsfähigkeit.

Dennoch sollte man keinesfalls die Eingewöhnungsphase unterschätzen: Viele Mitarbeiter, die schon über Jahre nur vor dem Schreibtisch saßen, werden anfänglich auch Schmerzen durch die stehende Tätigkeit bekommen. Zu Beginn sollte der Mitarbeiter daher nicht länger als 20 Minuten am Stück in der aufrechten Position verbringen. Erst, wenn sich die Muskulatur und der Rücken an diese Umstellung gewöhnt haben, ist es ratsam, die Stehzeit zu verlängern.
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