Die ungelösten Rätsel der Weltgeschichte

Gab es das legendäre Schwert Excalibur wirklich?

Ist es möglich, ein Schwert aus einem Material zu schmieden, das nicht von dieser Welt stammt? Diese Eigenschaft soll dem sagenhaften Schwert Excalibur seine Kräfte verliehen haben. Nun fanden Forscher heraus: Hinter dem Mythos steckt mehr Wahrheit als bislang vermutet …

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Wer es schafft, das magische Schwert aus dem Stein zu ziehen, wird der nächste König von England – eine Prophezeiung, die Glücksritter des ganzen Landes in ihren Bann zieht. Doch nur der junge Artus schafft es, das sagenumwobene Excalibur aus dem Stein zu befreien. So jedenfalls lautet die Legende, denn bis heute sind sich Forscher uneins darüber, ob König Artus überhaupt existiert hat. Sie verorten den Mythos zwischen dem fünften und siebten Jahrhundert – eine Zeit, in der die Quellenlage für die Geschichte Britanniens alles andere als reichhaltig ist.

Stammt die Idee von einem iranischen Reitervolk?

Das Motiv der aus dem Stein gezogenen Klinge lässt sich jedoch mit dem iranischen Reitervolk der Sarmaten in Verbindung bringen: Zu ihren Bräuchen zählt die Verehrung eines im Boden steckenden Schwertes. Um 180 standen in Britannien rund 5.500 sarmatische Söldner unter dem Kommando des römischen Ritters Lucius Artorius Castus. Artorius ist bekannt für sein großes taktisches Verständnis und zahlreiche militärische Erfolge. Macht ihn das zu Artus historischem Vorbild? 

Als sich die Römer um 410 aus Britannien zurückziehen, hinterlassen sie ein Machtvakuum. Es ist die Zeit, in der die angelsächsische Rebellion ausbricht, die in der Artus-Sage aufgegriffen wird. Die Theorie der Experten: Der Name des erfolgreichen Heerführers Artorius ist in Britannien zu einem Ehrentitel geworden, den auch jener Herrscher angenommen hat, der im fünften Jahrhundert gegen die Angeln und Sachsen kämpft. Viele Forscher gehen heute davon aus, dass ein simpler Übersetzungsfehler zum Mythos von Excalibur führte. So wurde vermutlich „ex Saxone“ („von einem Sachsen“) mit „ex saxo“ („aus einem Stein“) verwechselt. Bestätigt wird diese Annahme von einer alten jütischen Sage, in der ein sächsischer Krieger sein Wunderschwert an einen englischen König verliert. Heute wissen die Forscher: Diese Klinge wurde vermutlich aus Metallerzen von Meteoriten geschmiedet, was ihren Träger im Kampf unbesiegbar machen sollte. 

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