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Erektionsstörungen

Durchhänger im Bett: Männerproblem Impotenz

Der psychische Druck ist immens: Ohne Stehvermögen kein lustvoller Sex, die Partnerin ist gefrustet und das Selbstbewusstsein im Keller. Was kann Mann tun, wenn sein bestes Stück sich und ihn immer wieder hängen lässt?

Paar im Bett

© iStock-gpointstudio

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Potenzprobleme verhindern nicht nur die Fortpflanzung, sondern haben auch massive Auswirkungen auf die Psyche: Nichts kränkt Männer mehr als der Vorwurf, sie hätten im Bett nichts drauf. Die eigene Manneskraft hat insofern entscheidenden Einfluss auf den Charakter, das Auftreten und das Selbstbewusstsein eines Mannes.

Wenn das Hirn in die Hose rutscht

Sexuelle Erregung entsteht nicht in der Hose, sondern im Kopf. Dazu muss ein sexueller Reiz ausgelöst werden, beispielsweise durch eine sinnliche Berührung, einen verführerischen Duft oder einfach nur durch einen erotischen Blick. Im Limbischen System, einer im Zentrum des Gehirns liegenden Funktionseinheit, die Emotionen verarbeitet und das Triebverhalten steuert, werden die aufgenommenen Reize koordiniert und über Nervenimpulse an das Rückenmark weitergeleitet.

Im unteren Kreuzmark gelangen die Impulse über das Erektionszentrum zu zwei Penisschwellkörpern. Diese bestehen aus einem Geflecht aus Muskelfasern mit je einer Schlagader in der Mitte. Sobald sich die Muskelfasern durch einen sexuellen Reiz entspannen, erweitern sich die Adern und der Schwellkörper saugt sich wie ein Schwamm mit Blut voll. Die Schwellkörper dehnen sich dabei stark aus und quetschen die Venen ab, das Blut kann nicht mehr aus dem Penis abfließen. Das Ergebnis: der Penis steht.

Jeder fünfte Mann leidet heute unter erektiler Dysfunktion, der medizinischen Bezeichnung für Impotenz. Negativer Stress ist die Hauptursache für Erektionsstörungen. Probleme in der Partnerschaft, Depressionen und Versagensängste im Beruf können erhebliche Auswirkungen auf das Liebesleben haben. In Stresssituationen sendet das Gehirn Nervenimpulse an die Nebennieren. Diese schütten die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Kortisol aus. Das beschleunigt den Herzschlag, die Blutgefäße verengen sich und der Blutdruck steigt. In der Folge verspannen sich die Schwellkörper, das Blut fließt aus ihnen heraus und der Penis erschlafft.

Megapotente Medien-Helden

Neben dem Stress werden mittlerweile auch die Medien für Potenzprobleme verantwortlich gemacht. Unterhaltungsmedien würden übertriebene Vorstellungen von der zu erwartenden Leistungsfähigkeit eines Mannes vermitteln, so die Experten. Dies führe zu einem extremen Druck, dem die Männer in der Realität nicht gewachsen seien. Eine Blockade sei häufig die Folge. Allerdings lassen sich lediglich 20 Prozent aller Potenzschwierigkeiten auf rein psychische Störungen zurückführen.

In 80 Prozent der Fälle sind organische Ursachen beteiligt. Vor allem ein ungesunder Lebenswandel ist Gift für die Potenz. Dazu zählen der regelmäßige Genuss von fettem Essen, Süßigkeiten, Knabberkram und Alkohol. Besonders der in Zigaretten enthaltene Schadstoff Nikotin kann zu Impotenz führen. Denn er bewirkt Gefäßverengungen, so dass sich die Schwellkörper im Penis nur noch eingeschränkt mit Blut füllen können – und dieser sich deshalb nur noch teilweise oder gar nicht mehr versteifen kann.

Standhaft dank Viagra

Männer stehen dem Problem Impotenz nicht machtlos gegenüber. Der Weg zu einem erfüllten Sexualleben führt einmal in Form von  gesunder Ernährung und regelmäßiger körperlicher Ertüchtigung zum Ziel – oder auch direkt durch die Speiseröhre in Form einer kleinen blauen Pille. Viagra feiert gerade zehn Jahre sexuelle Revolution für den Mann.

Dabei ist die Entwicklung von Viagra einem Zufall zu verdanken. Mitte der 90er Jahre stellten Männer bei der Einnahme eines Herzmedikaments eine bemerkenswerte Nebenwirkung fest: lang anhaltende Erektionen. Forscher untersuchten den Wirkstoff Sildenafil genauer – und nutzten ihn für ein neuartiges Potenzmittel: Am 28. März 1998 wurde Viagra von der amerikanischen „Food and Drug Administration“ genehmigt und stieß rasch auf lebhaftes Interesse. Kliniken berichteten sogar von häufigen Einbrüchen und Diebstählen der Pille. Testprobanden des Herzmedikaments verweigerten die Rückgabe der übrig gebliebenen Pillen. Inzwischen macht Viagra 35 Millionen Nutzer weltweit wieder zu glücklichen Männern.

Kleiner Schluck, großes Glück

Der Wirkungsmechanismus von Viagra ist simpel: Eine chemische Reaktion führt zur Entspannung der Penisschwellkörper. Dadurch wird die Durchblutung gefördert und die Erektion ermöglicht. Nach Einnahme der Wunderdroge wird das Glied nach etwa einer halben Stunde steif, sobald ein sexueller Reiz empfangen wird. Das Gerücht, dass die Einnahme der blauen Pille eine Dauererektion hervorrufe, ist allerdings falsch. Eine Erektion entsteht nur in der Kombination aus eingenommenem Wirkstoff und einem sexuellen Reiz. Dennoch hält der in Viagra enthaltene Wirkstoff bis zu zwölf Stunden vor. Wer das Potenzmittel Cialis einnimmt, kann sogar bis zu 36 Stunden auf die Wirkung vertrauen.

Prominente Werbeträger von Viagra gab und gibt es reichlich. Die brasilianische Fußballlegende Pelé und der ehemalige US-Präsidentschaftskandidat Bob Dole schwören auf die blaue Pille. Jack Nicholson ist von der Tablette ebenfalls begeistert. Er nehme sie allerdings nur, wenn er mit mehreren Frauen gleichzeitig befreundet sei – so der Hollywood-Star.
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