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Schmuck

Diamanten - Die Könige der Tiefe

Frauen lieben sie. Männer starben für sie. Diamanten sind immer noch die begehrtesten Edelsteine der Welt. Doch wie entstehen die strahlenden Steine und was macht sie so wertvoll?

© iStock-BarbraFord

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Kein Stein oder Material ist so hart wie das von Diamanten. Bei günstiger Einstrahlung spiegeln sie das gesamte Licht. Sie sind gegen chemische Substanzen unempfindlich und für sichtbares Licht, aber auch für Röntgenstrahlen und Radarwellen durchlässig. Deshalb sind Diamanten für viele technische Anwendungen unersetzlich. Kein Wunder, dass sie ein Vermögen kosten.

Die Kraft der Steine

Im Mittelalter schrieb man Diamanten unglaubliche Kräfte zu: Man glaubte, sie könnten ihrem Träger Glück bringen, ihm Anziehungskraft verleihen und ungünstigen Sternenkonstellationen entgegenwirken. 

Ein Diamant, der ausschließlich Pech anzog, ist der blaue Hope. 1668 gelangte er in den Besitz von König Ludwig dem XIV. Kurz darauf verstarb des Königs Enkel, der Krieg endete für Ludwig im Desaster. Marie Antoinette und Ludwig XVI., die den Stein 120 Jahre später trugen, landeten auf der Guillotine. Alle weiteren Eigner sollen auf merkwürdige Weise umgekommen sein. Gerüchten nach ist Hope auch auf der Titanic gesehen worden. Der unerschrockene Diamanthändler Harry Winston erwarb den Stein für 179.920 US-Dollar und schenkte ihn der Smithsonian Institution in Washington. Dort hat er bislang noch keinen Schaden angerichtet.

Mit Krabblern und Baggern auf Diamantenjagd

Will man Diamanten finden, muss man Kimberlit suchen. Denn in diesem Gestein stecken die Edelsteine. Kimberlit kommt vor allem in Südafrika vor. Genauer: in der Kimberlit-Mine. Dort suchen Diamantenhungrige über und unter der Erde. In 800 Metern Tiefe klopfen sie Steinwände ab, waschen das Gestein und sortieren noch vor Ort die Diamanten aus. Über der Erde tragen riesige Bagger gewaltige Mengen Gestein ab. Ist der Boden besonders hart, wird er oftmals gesprengt. 

Um einen Karat geschliffenen Diamant zu gewinnen, müssen etwa 250 Tonnen Kimberlit gesammelt werden. Neben Südafrika gibt es auch in Wüstengebieten, Namibia, Tansania und Brasilien viel Kimberlit.

Da bei Vulkanausbrüchen diamanthaltiges Magma auch in die Ozeane floss, durchforsten nun Spezialschiffe den Meeresgrund. Mit umgebauten Ölbohrschiffen gehen sie auf Diamantenjagd. Unterwasser-Roboter, sogenannte Krabbler, pumpen die Steine hinauf an Deck. Noch an Bord lesen die Forscher die Diamanten aus.

Warum sind Diamanten so kostbar?

Rohdiamanten sehen wie mattes Glas aus. Erst durch den Schliff können die Edelsteine das einfallende Licht zurückwerfen und funkeln. Die einzelnen kleinen Flächen, die der Juwelier in den Stein schleift, heißen Facetten. Stehen sie im richtigen Winkel, erreicht der Diamant höchste Brillanz. Ein runder, ganz geschliffener Diamant wird deshalb auch Brillant genannt. Nur ein Stein mit 56 Facetten ist ein echter Brillant. 

Neben dem Schliff entscheiden die Farbe, die Reinheit und das Gewicht über den Wert des Steins. Im Englischen heißen diese Eigenschaften cut, colour, clarity und carat. Viele Diamanten sind farbig und ebenso wertvoll wie farblose Edelsteine. Die meisten von ihnen haben kleine Punkte, sogenannte Einschlüsse. Je weniger von ihnen auf dem Diamanten vorkommen, desto strahlender und wertvoller ist der Stein. Ebenso ist entscheidend, wie viel der Diamant auf die Waage bringt. Die Gewichtseinheit bei Edelsteinen heißt Karat. Fünf Karat sind ein Gramm.

Kohlenstoff oder Klunker: Wie ein Diamant entsteht

So wertvoll ein Diamant ist, so einfach ist sein chemischer Aufbau. Denn er besteht nur aus Kohlenstoff. Ob aus ihm ein einfacher Grafit oder Diamant wird, das entscheidet sich im Inneren der Erde. Alle Diamanten sind rund drei bis vier Milliarden Jahre alt. In dieser Zeit hat sich in bis zu 400 Kilometern Tiefe der Erde Kohlenstoff gebildet. Bei Temperaturen von gut 1.500 Grad Celsius und einem gewaltigen Druck von etwa 50.000 Atü kristallisierten sich aus dem geschmolzenen Kohlenstoff Diamanten. Waren die Temperaturen und der Druck niedriger, bildete sich einfacher Graphit. Nur wenn ein Vulkan ausbrach, gelangten die Diamanten in Magmaströmen zur Erdoberfläche. Das Magma erkaltete und verwandelte sich in das Gestein Kimberlit. Darin sind bis heute die Diamanten verborgen.
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