Anthropozän

Der „menschgemachte“ Planet: Bleibt nichts mehr unberührt?

Seit es den Menschen gibt, hat er die Erde geprägt und verändert. Ob in der Landwirtschaft, im Handel, Verkehr oder in der Industrie: Der Mensch hat überall seine Finger im Spiel – und hinterlässt sichtbare Spuren. Ein Blick auf seinen Fingerabdruck auf der Erde …

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Der Mensch ist in den vergangenen Jahrzehnten sehr fleißig gewesen: Etwa dreiviertel des festen Landes hat er ganz nach seinem Geschmack umgestaltet. Das heißt konkret: Er hat neue Pflanzenkulturen angebaut, Straßen gebaut, Flüsse begradigt, Wälder abgeholzt, Meere leergefischt, Berge untertunnelt. Es gibt kaum noch einen Fleck auf unserem Planeten, der gänzlich unberührt geblieben ist.

Ein Geben und Nehmen

Die schwerwiegenden Folgen sind sichtbar: Erderwärmung, Naturkatastrophen, Artenschwund oder Verknappung lebensnotwendiger Ressourcen. Diese Veränderungen sind so gravierend, dass viele Forscher von einem neuen Erdzeitalter sprechen: dem Anthropozän oder zu Deutsch: das „menschgemachte Neue“.

Liest man die einschlägigen Medienberichte, geht der Mensch hier eindeutig als Bösewicht hervor. Aber so einfach ist das nicht. Denn gemäß dem Anthropozän-Denken ist der Mensch nicht nur zerstörerische Naturgewalt, sondern auch Teil der Natur. Das bedeutet, dass es an ihm liegt, Räume zu schaffen, in denen sich die Natur erholen kann. Und damit ist nicht lediglich gemeint, Natur in Reservate umzuwandeln und diese Gebiete einzuzäunen.

Mehr als nur Schadensbegrenzung?

Kann der Mensch die Erde sogar in einem besseren Zustand hinterlassen, als er sie vorgefunden hat? Oder kann er jetzt nur noch Schadensbegrenzung leisten? Welche Rolle spielen Zukunftsthemen wie Digitalisierung und künstliche Intelligenz? Wie kann er seine Lebensmittel so produzieren, dass sich auch noch künftige Generationen ernähren können? Klicken Sie sich durch die Bildergalerie.

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