Cyberkriminalität

Datenschutz: Darum sollte man ein Passwort nicht mehrfach nutzen

Meldungen über Datenklau oder Identitätsdiebstahl sind nicht selten. Dennoch: Viele Internetnutzer verwenden oftmals unsichere Passwörter – und diese auch noch für mehrere Accounts. Wie gefährlich das ist und wie man Passwörter richtig erstellt.

Previous Next
Wenn es um die eigene Wohnung geht, scheut so manch einer keine Mühen, das eigene Zuhause zur Festung zu machen. Sicherheitsschlösser, Alarmanlagen oder Drohnen sollen das private Hab und Gut vor Einbrechern zu schützen. Doch wenn es um die Privatsphäre im Internet geht, verhalten sich die meisten Internetnutzer grob fahrlässig. 

Wissenschaftler des Hasso-Platter-Instituts (HPI) haben im Dezember 2016 eine Studie veröffentlicht, die genau das bestätigt. Im Rahmen der Untersuchung wurden eine Milliarde Nutzerkonten analysiert und ausgewertet. Das Ergebnis: 20 Prozent der Nutzer haben ein und dasselbe Passwort für mehrere Dienste, bei 27 Prozent lag eine äußerst hohe Ähnlichkeit in der Zeichenfolge vor. Und tatsächlich fand das Institut heraus, dass „123456“ das meistgenutzte Passwort in den untersuchten Daten-Leaks war. An Einfachheit wohl kaum zu überbieten. (Die Top Ten der deutschen Passwörter finden Sie in der Galerie.)

Einfacher Selbstschutz

„Vielen Nutzern ist nicht bewusst, dass Kriminelle mit dem Handel gestohlener Identitäten sehr viel Geld verdienen und welcher Schaden ihnen entstehen kann“, so HPI-Direktor Professor Christoph Meinel. Der Mitautor der Studie empfiehlt daher, seine Passwörter regelmäßig zu wechseln und sichere Passwörter zu erstellen.

Das Problem was sich daraus für die Meisten ergibt: Die unterschiedlichen Kombinationen aus Wörtern, Zahlen und Sonderzeichen bleiben einfach nicht im Gedächtnis – geschweige denn für zehn verschiedene Accounts. Außerdem stellt sich die Frage: Wie gestalte ich mein Passwort so, dass es Hackerangriffen trotzen kann? 

Diese Tipps schützen Internetnutzer vor Cyberkriminalität:

  • Das sicherste Passwort ist ein rein zufälliges Kennwort, bestehend aus einer Mischung von Klein- und Großbuchstaben, Zahlen sowie allen Sonderzeichen, die die Computer-Tastatur so hergibt
  • Wer nicht die nötige Kreativität aufbringt, kann einen Passwortmanager nutzen, um sichere Passwörter zu erstellen. Wie etwa das frei verfügbare Programm KeyPass oder auf der Internetseite sicherespasswort.com 
  • Wie kann ich mir mein Passwort merken? Wer sich Eselsbrücken baut, kann seinem Gedächtnis leichter auf die Sprünge helfen. Z.B. Sprichwörter wie: „Am Abend wird der Faule fleißig“: AAwdFf
  • Auch, wenn es nervt, ist es doch ein gutes Training für das Gehirn: Man sollte seine Passwörter regelmäßig ändern!
  • Und natürlich: Ein Gentleman genießt und schweigt – auch was Passwörter angeht.
  • Ob man Opfer eines Datendiebstahls wurde, lässt sich übrigens auch online checken.
WERBUNG / ADVERTISMENT

Mehr Artikel wie dieses