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Arbeitsplatz

Bewegung am Arbeitsplatz: Rückenschmerzen vorbeugen

Über Rückenschmerzen klagen längst nicht mehr ausschließlich ältere Menschen, mittlerweile ist auch ein Großteil der unter 30-Jährigen betroffen. Gründe dafür sind vor allem Stress und langes Sitzen am Arbeitsplatz.

© iStock-fizkes

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Rückenschmerzen kennen viele: Jeder Dritte hat chronische Beschwerden und zwei von drei Menschen haben mindestens schon einmal Erfahrungen damit gemacht. Es ist also keineswegs nur die ältere Generation betroffen: Über 30 Prozent der 18- bis 29-Jährigen klagen über Probleme mit dem Rücken. Das zeigen neue Zahlen des Gesundheitsreports 2016 der Techniker Krankenkasse, der vor allem den Einfluss von Stress untersucht.
 
Der Untersuchung zufolge klagen Beschäftigte mit hohem Stresslevel überdurchschnittlich oft über Rückenscherzen – und auch bei Berufstätigen ohne Stress sind es immerhin 42 Prozent. Aber was können die Betroffenen dagegen tun? Am einfachsten ist es, direkt am Arbeitsplatz den Folgen von zu viel Stress und langem Sitzen vorzubeugen. Die halbe Stunde am Mittag etwa hat das Potential, den Spaß an Bewegung zu fördern und schädliches Sitzen auszugleichen. 

Keine schweißtreibenden Sporteinheiten nötig

Doch wie bringt man Büromenschen dazu, ausgerechnet die wohl verdiente Pause für seine Fitness zu nutzen? So verbinden die meisten Menschen doch die Erholung zur Mittagszeit mit einem gemütlichen Essen in der Kantine oder im nächstgelegenen Restaurant – andere wiederum, nehmen den mitgebrachten Snack gleich am Arbeitsplatz zu sich, um Zeit zu sparen. Gerade letzteres ist eine Gewohnheit, die noch mehr Stress verursacht und die Folgen davon eher verstärkt. 
 
Das Start-Up „Die Bewegte Mittagspause“ hat dieses Problem ebenfalls erkannt und daraus eine Geschäftsidee entwickelt: Zertifizierte Trainer besuchen Unternehmen und zeigen den Mitarbeitern, wie sie mit geringem Aufwand Haltungsschäden vorbeugen können. "Dabei wird niemand außen vor gelassen – die leichten Übungen sind für Sportmuffel ebenso attraktiv wie für Freizeitsportler. Denn schon leichte Dehnübungen und Ausgleichsbewegungen am Arbeitsplatz können Fehlhaltungen korrigieren und entgegenwirken", so Gründer und Entwickler des Programms Jan-Frederik Kolthoff. 

Mach‘ doch mal Pause – aber richtig

Die Trainer des Hamburger Start-ups stellen dafür unterstützende Übungspläne für alle Level und Bedürfnisse zusammen. Das Ziel: Die Bewegung im Arbeitsalltag soll zur Gewohnheit werden. Die Regelmäßigkeit zählt, deshalb müssen Programme für jeden einfach durchzuführen sein. 
 
Die meisten Deutschen wissen bereits intuitiv, dass Bewegung gut gegen Rückenschmerzen hilft. In Sachen Prävention steht Sport sogar an erster Stelle (72 Prozent), wenn es darum geht, die Beschwerden ohne ärztliche Unterstützung zu behandeln. Die Trainingseinheiten in der Mittagspause sind dabei besonders gut auf das Problem abgerichtet: Die Kraftübungen stärken die Muskulatur und die Dehnübungen helfen gegen Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich – eine häufige Ursache von Rückenschmerzen. 
 
Hauptgründe für die schmerzhaften kleinen Knötchen innerhalb der Muskulatur sind Stress und Fehlhaltungen; hier schließt sich der Kreis also wieder. Ein bis zwei Trainingseinheiten pro Woche beugen dem vor und lindern leichte Beschwerden. Dabei reduziert die Bewegung neben den Rückenschmerzen auch gleich die Ursache: den Stress. Denn Sport macht bekanntlich auch glücklich – hier lassen sich also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
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