Weltgeschichte

Attentate der Geschichte: Wie haben die Morde die Welt verändert?

Sie sollen Verräter zum Schweigen bringen, Rivalen vernichten oder einfach eine Ideologie durchsetzen: Seit es Menschen gibt, gibt es auch ganz gezielte Morde – und manchmal lenkt das den Lauf der Geschichte vollständig um.

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Es ist das erste nachgewiesene Attentat der Geschichte – und es ändert alles: Im Jahr 514 v. Chr. erkennen die beiden Verschwörer Harmodios und Aristogeiton, dass man mit einem Mord die bestehende Ordnung umstürzen kann. Was sie nicht ahnen: Ihre Tat hat auch maßgeblichen Einfluss auf den weiteren Verlauf der Geschichte, denn erst durch ihren Anschlag auf die Tyrannen-Brüder Hippias und Hipparchos wird das Attentat zum legitimen Mittel – und macht so die späteren Morde an Cäsar oder Caligula überhaupt möglich

Wenn der Zufall zum Komplizen wird

Seit mehr als 2.500 Jahren ziehen sich Attentate wie ein roter Faden durch die Epochen – oft erweisen sie sich dabei als entscheidende Wegmarken, die der Geschichte eine neue Wendung geben. Die Motive der Täter reichen von Rache über Eifersucht bis Machtgier und sind damit ebenso verschieden wie das, was sie bewirken. Nicht selten sind die Ziele der Täter sogar komplett konträr zu dem, was sie letztlich anrichten: Gavrilo Princip etwa wollte mit seinem Anschlag auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand ein Held werden – und ganz sicher keinen Weltenbrand heraufbeschwören. Speziell dieser Anschlag vom 28. Juni 1914 zeigt zudem, dass häufig Zufälle und scheinbar banale Details darüber entscheiden, ob ein Attentat gelingt oder nicht. 

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