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Energie

Angenehme Wärme: Wann lohnt sich eine Infrarotheizung?

Lange Zeit galt das Heizen mit Elektrizität als ineffizient und umweltschädlich. In Zeiten erneuerbarer Energien mag dieser Vorwurf nicht mehr ohne Weiteres zutreffen. Zudem hat insbesondere die innovative Infrarotheizung Vorteile, die sie für bestimmte Anwendungsfälle zur Empfehlung machen.

© iStock-Suljo

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Eine konventionelle Heizung gibt üblicherweise so genannte Konvektionswärme ab: Die Luft erwärmt sich und damit letztlich auch der Raum. Solch eine Wärme empfinden viele als wenig angenehm, weil die Luft schnell austrocknet und damit unsere Schleimhäute reizt. Nichtzuletzt deshalb öffnet sie damit auch Tür und Tor für Krankheitserreger. Dies lässt sich zwar durch häufiges Lüften kompensieren, dann ist der Wärmeverlust allerdings auch umso größer. 

Vorteile für Allergiker

An dieser Stelle zeigen sich die Vorteile der Infrarotheizung: Die Strahlungswärme erhitzt nicht die Luft, sondern die angestrahlten Gegenstände. Jeder dürfte dieses Gefühl nur allzu gut kennen, denn auch die als besonders angenehm empfundene Wärme der Sonne sendet ihre Energie auf diese Weise aus. Dadurch schafft die Infrarotheizung ein angenehmes Raumklima und wirbelt auch keinen Staub auf, was für Allergiker von besonderem Vorteil ist. Bei der konventionellen Heizung gehört eine solche Staubaufwirbelung leider dazu, denn durch die Erhitzung der Luft kommt es auch zu einer Umwälzung der Luftschichten im Raum und damit auch zu einem Transport der Staubpartikel. 

Eine Infrarotheizung ist in der Anschaffung vergleichsweise günstig: So lässt sich bereits ab 100 Euro ein Gerät mit einer Wärmeleistung von immerhin 200 Watt erwerben. Das Fachportal Haus und Energie weist in diesem Zusammenhang zwar auf höhere Stromkosten hin, gibt für eine Infrarotheizung in dieser Leistungskategorie aber durchaus moderate Nutzungskosten von 84 Euro jährlich an. Beachtet werden sollte in diesem Zusammenhang allerdings auch, dass die die Installation vergleichsweise günstig ist und im Unterschied zu beinahe allen anderen Heizsystemen keine regelmäßige Wartung erfolgen muss. Weiterhin sind Infrarotheizungen heute in sehr vielen unterschiedlichen Formen erhältlich, sodass eine Integration in einen Raum einfacher ist, als bei einem klassischen Heizungsradiator. Vor allem in Räumen, die nicht regelmäßig genutzt werden, ist die Infrarotheizung eine gute Wahl, weil die Wärme unmittelbar nach dem Anschalten abgestrahlt wird.

Höhere Betriebskosten?

Doch auch einige Nachteile bringen Infrarotheizungen mit sich: Insgesamt sind die Strompreise aktuell höher als die Betriebskosten für eine konventionelle Heizung gleicher Leistung. Besonders in Gebäuden, welche über eine schlechte Wärmedämmung verfügen, kann es hier zu ganz erheblichen Stromkosten kommen. Problematisch sind auch große Räume, die nur über kleine Wandflächen verfügen und demzufolge wenig Fläche bieten, welcher angestrahlt werden kann. Die Berechnung der notwendigen Heizleistung ist von vielen Faktoren abhängig und sollte deshalb durch einen Fachmann ausgeführt werden. 

Zwar ist die Installation einfacher, allerdings die Entscheidung hinsichtlich der Dimensionierung der Anlage schwieriger. Wer die Expertise eines solchen Fachmanns in Anspruch nimmt, kann einigen Nachteilen der Infrarotheizung entgegenwirken. Mit der richtigen Aufstellung und Konfiguration der Heizung kann man die Effizienz erheblich erhöhen – ers recht in Verbindung mit einer effektiven Wärmedämmung

Hinsichtlich der Umweltverträglichkeit ist entscheidend, auf welche Weise der Strom gewonnen wird. Günstig ist es hier natürlich, Ökostrom zu beziehen oder selbst CO2-neutral Energie zu erzeugen. So ist es beispielsweise möglich, die Infrarotheizung an eine Photovoltaik-Anlage zu koppeln und den selbst erzeugten Strom zur Wärmeerzeugung zu verwenden. Anders als häufig angenommen, wird kein Starkstrom für die Infrarotheizung verwendet. Die konventionelle 230 Volt-Spannung ist zum Betrieb vollkommen ausreichend. Ein weiterer Mythos, der in Verbindung mit Infrarotheizungen gerne genannt wird, ist der Einfluss auf die Gesundheit. Richtig ist, dass eine Infrarotheizung Gelenkschmerzen durchaus lindern kann. Sie sendet allerdings keine elektrische Strahlung aus und verursacht somit – anders als beispielsweise ein Smartphone – keinen Elektrosmog.

Fazit 

Insbesondere, wenn kleinere oder seltener genutzte Räume mit einer Heizung ausgestattet werden sollen, ist die Elektroheizung eine interessante und günstige Alternative zu konventionellen Systemen. Bei energieeffizienten Gebäuden kann es durchaus lohnenswert sein, auch als Hauptheizung auf die Infrarotheizung zu setzen. In Verbindung mit nachhaltig erzeugtem Strom profitiert die Umwelt; hinsichtlich der Optik und der angenehmen Wärmestrahlung ist die Infrarottechnik ohnehin im Vorteil.
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