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Krankheiten

Streptokokken-Angina und Scharlach: Wie gefährlich sind die Infektionskrankheiten?

Wer ein Kind im Kindergarten hat, der wird früher oder später mit den Begriffen Streptokokken-Angina oder Scharlach konfrontiert. Immer wieder hängen die Warnhinweise am schwarzen Brett aus. Doch wie gefährlich sind diese Krankheiten wirklich?

© iStock-djedzura

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Viele Eltern machen sich immer wieder Sorgen um den Nachwuchs – kursieren doch zahlreiche Krankheiten in Kindergärten und Schulen. Was viele jedoch nicht wissen: Nicht alle Bakterien im Hals- und Rachenbereich sind gleichzusetzen mit der gefährlichen Kinderkrankheit Scharlach. Scharlach ist zwar eine gefährliche Kinderkrankheit, allerdings längst nicht mehr so dramatisch, wie es noch gegen Ende des 19. Jahrhunderts war. Zu dieser Zeit zählte sie zu den häufigsten Todesursachen im Kindesalter. Der Respekt davor scheint bis heute anzuhalten. Ein wenig unbegründet, denn heute sind die schwerwiegenden Verläufe eher selten geworden – nicht zuletzt dank der Entwicklung von Antibiotikum. 

Unterschiede Angina und Scharlach 

Scharlach wird häufig zusammen mit Streptokokken-Angina erwähnt, bzw. miteinander verwechselt. Beim Ersteren handelt es sich um eine bakterielle Infektion, welche durch einen ganz bestimmten Streptokokkentypen zu diversen Symptomen führt. Die Bakterien müssen das Scharlachtoxin in sich tragen, um die speziellen Symptome zu erzeugen. Bei einer Untersuchung durch einen Arzt können allerdings ausschließlich der Befall von Streptokokken nachgewiesen werden. Unbefallene Streptokokken selbst verursachen harmlosere und unkompliziertere Symptome. 

Infektionsweg 

Streptokokken-Angina, und im weiteren Verlauf Scharlach, werden hauptsächlich per Tröpfcheninfektion übertragen. Kontaminierte Lebensmittel und schlechtes Wasser können zwar ebenfalls Überträger sein, allerdings ist dies in unseren Breitengraden eher selten der Fall. Vielmehr handelt es sich um die typische Kontakt- und Schmierinfektion, was erklärt, weshalb gerade im Kindergarten- oder Schulalter die Infektion besonders schnell rumgeht. 

Die Zeit zwischen Aufnahme der Streptokokken-Viren und Ansteckungsfähigkeit beträgt rund zwei bis vier Tage. Danach können Personen aber noch bis zu drei Wochen ansteckend sein, es sei denn, man behandelt die Infektion antibiotisch. Dann ist die erkrankte Person nur noch für 24 Stunden ansteckend, leidet aber weiterhin unter den Symptomen. 

Symptome und Anzeichen 

Schluckbeschwerden und Halsschmerzen sind die wohl bekanntesten Symptome bei Scharlach. Bei näherer Betrachtung fallen vor allem die stark geröteten Mandeln auf, welche durchaus auch enorm vergrößert sein können. Wichtig zu wissen ist aber, dass Scharlach mit einer himbeerroten Verfärbung der Zunge einhergeht und Anzeichen eines normalen Hautausschlages zeigt. Vor allem an den Handinnenflächen, den Fußsohlen und dem Oberkörper zeigen sich kleifleckige gerötete Pünktchen. Hinzu kommt meist eine krankheitstypische Blässe um den Mund. Erst bei diesen Symptomen spricht man von Scharlach. Das Exanthem, wie es in Fachkreisen häufig bezeichnet wird, vergeht nach etwa zwei Wochen. 

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Spätfolgen bei Scharlach 

Steht der Betroffene die Infektion ohne Antibiotika durch, so bilden sich gegen die Erreger Antikörper. Wird zu früh oder überhaupt mit Antibiotika behandelt, so können sich keine derartigen Antikörper bilden und die Gefahr einer erneuten Ansteckung besteht. Das vom Körper selbst gebildete Antitoxin bleibt im Übrigen ein Leben lang erhalten. Dies bedeutet allerdings nicht, dass man sich nicht wieder mit Scharlach infizieren kann. Außerdem kann es im späteren Verlauf durchaus passieren, dass nach Abklingen der akuten Infektion, Gelenke, Herzklappen und das Nierengewebe von diesem Antistoff angegriffen werden. Nierenentzündungen und akute, rheumatische Fieberschübe wären möglich. 

Therapiemöglichkeiten bei Scharlach 

Die Therapie bei einer tatsächlichen Scharlacherkrankung sollte immer mit Antibiotika erfolgen. Dafür sollten jedoch auch die typischen Symptome bei Scharlach vorliegen, beispielsweise der Ausschlag. Dann können spätere Folgen und Folgeerkrankungen durchaus vermieden werden. Bei einer Streptokokken-Angina, welche ohne diese schwerwiegenden Symptome erfolgt, ist eine Antibiotikatherapie nicht zwingend. In vielen Fällen verabreicht der behandelnde Arzt anstelle der Antibiotika, Penicillin. Alternative Heilmethoden sind in diesem Stadium natürlich auch noch zu erwähnen, denn auch sie können bei einer harmlosen Infektion helfen. 

Die alternative Therapie bei Angina 

Eine Antibiotikatherapie kann nicht ohne eine zeitgleiche Schwächung des Immunsystems einhergehen. Dass diese Schwächung aber zur Folge hat, dass immer wieder Streptokokken-Bakterien zu einer Infektion führen, vergessen einige. Wer aus diesem Kreislauf entkommen möchte, der muss sein Augenmerk auf das körpereigene Immunsystem werfen. Die Verdauungsorgane spielen dabei eine nicht untergeordnete Rolle, denn in ihnen befinden sich rund 80 Prozent der körpereigenen Immunzellen. Vitamine und Nährstoffen werden ebenfalls über so genannte Mikroorganismen aufgenommen und an die lebensnotwendigen Systeme verteilt. Leider töten Antibiotika viele gute Bakterien ab und beschädigen auch die empfindlichen Zellwände. Die schädlichen Organismen vermehren sich ohne weiteres und gelangen über die Darmzellen in den Blutkreislauf. 

Wer also an dieser Stelle nach einer Alternative sucht, der könnte sie in einer abgestimmten Therapie mit homöopathischen Mitteln finden. Allerdings muss auch sie auf die persönlichen Gegebenheiten und Konstitutionen der jeweiligen Person abgestimmt sein. 

Gibt es eine Scharlach-Impfung? 

Die Erreger, welche in den Organismus via Tröpfchen- und Schmierinfektion eintreten, sind als so genannte Kugelbakterien zu bezeichnen. Über die Atemluft und den direkten Kontakt mit dem Menschen gelangen sie in die Atemwege und in den Körper. Wer eine Infektion durchgestanden hat, der kann sie – trotz lebenslanger Antitoxine – immer wieder bekommen. Der Grund dafür liegt in den sehr vielseitig existierenden Streptokokkenarten. Dementsprechend kann auch eine Impfung nicht vor einer Scharlachbakterien-Infektion schützen. Im Übrigen trägt jeder Zehnte die Keime auf seinen Schleimhäuten, ganz ohne Beschwerden oder einem Ausbruch der Symptome. Die meisten Streptokokkentypen verursachen harmlose und normale Infektionen der Atemwege, welche mit einer Mandelentzündung und Halsschmerzen einhergehen. Die Angina kann hier aber nicht als Scharlach bezeichnet werden. 

Die beste Vorbeugung gegen eine Infektion im Kindergarten ist die Stärkung des Immunsystems und der Abwehrkräfte. Dass es trotz allem zu einer Ansteckung kommen kann, lässt sich dabei aber nicht immer vermeiden. Gerade in den kalten Monaten lohnt es sich, am Immunsystem zu arbeiten. 
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